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Edward Snowden Vergessenes Phantom

Seit fünf Jahren lebt der US-Whistleblower Edward Snowden im Moskauer Asyl. Das Thema spielt in der US-Öffentlichkeit keine Rolle. Aber: Könnte Snowden Teil eines Deals zwischen Trump und Putin werden?

01.08.2018 06:47
Edward Snowden
Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden. Foto: dpa

Das Thema Snowden spielt in der US-Öffentlichkeit keine Rolle. Aber Snowden weiß, dass die Ruhe trügerisch sein kann. Es sei wohl ziemlich klar, dass Trump niemanden mehr liebe als den russischen Präsidenten, sagte er im Mai der Nachrichten-Webseite „The Intercept“. „Wird er versuchen, einen Deal zu machen? Vielleicht. Kann ich etwas dagegen tun? Nein. Würde ich meine Prinzipien verkaufen, damit das weniger möglich wird? Nein.“ 

Snowden als Verhandlungsmasse für Trump und Putin? Nach russischer Darstellung war eine Auslieferung beim Gipfel kein Thema. Putin hatte schon 2013 betont: „Russland liefert niemals niemanden nirgendwohin aus und plant dies auch nicht.“ 

Damals trug die Causa Snowden zu den schlechten Beziehungen zwischen Moskau und Washington bei: Der damalige Präsident Barack Obama sagte einen Besuch in Moskau ab. Experten sagen, Snowden sei für den Kreml nützlich. So könne der Ex-Geheimdienstler Putin sich als Wahrer der Menschenrechte darstellen, der einen Whistleblower vor den Fängen der USA schützt. (dpa)

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