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Donald Trump „Euer beliebtester Präsident hat nichts falsch gemacht“

Die Affäre um mögliche Schweigegeldzahlungen an ein Playboy-Model bringt US-Präsident Donald Trump in Bedrängnis. Trump hält auf Twitter in seiner ganz eigenen Art dagegen.

22.07.2018 08:40
Donald Trump
US-Präsident Donald Trump bei seinem Abflug ins Wochenende. Foto: afp

Eine weitere Affäre um eine mögliche Schweigegeldzahlung bringt US-Präsident Donald Trump in Bedrängnis. Angesichts der im Raum stehenden Vorwürfe überwarf sich Trump mit seinem früheren Anwalt Michael Cohen, der heimlich ein Gespräch zwischen beiden aufgezeichnet hatte: Dass ein Anwalt so etwas tue, sei „unfassbar und „vielleicht illegal, schrieb Trump am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. In der Affäre geht es auch um den Verdacht der illegalen Wahlkampfspende.

In dem mitgeschnittenen Gespräch berieten Trump und Cohen laut New York Times um eine mögliche Schweigegeldzahlung an das ehemalige „Playboy-Model Karen McDougal vor den Wahlen 2016. Die Aufnahme des Gesprächs sei im April von der Polizei bei der Razzia im Büro des Anwalts beschlagnahmt worden, berichtete die Zeitung. Cohens Anwalt Lanny Davis bezeichnete die Vorwürfe des Präsidenten gegen seinen Mandaten als „falsch. „Warum so viel Hass?, schrieb Davis auf Twitter.

Das frühere „Playmate Karen McDougal hatte nach eigener Schilderung in den Jahren 2006 und 2007 eine Affäre mit Trump. Der Präsident ließ über Mitarbeiter eine sexuelle Beziehung zu der heute 47-Jährigen dementieren. Auf Fragen zu dem Fall antwortete er nicht, als er am Freitag das Weiße Haus in Richtung seines Golfclubs in New Jersey verließ.

Trumps jetziger Anwalt Rudolph Giuliani bestätigte der „New York Times, dass Trump mit Cohen über eine Zahlung an das frühere „Playmate gesprochen habe. Die Aufnahme sei jedoch nicht belastend, sondern belege eine „sehr professionelle Unterhaltung zwischen einem Mandanten und einem Anwalt, die „kraftvolles entlastendes Beweismaterial darstelle. Letztlich aber sei die Zahlung nicht geleistet worden.

Auch wenn die Schweigegeldzahlung entgegen der Beteuerungen Giulianis erfolgt sein sollte, wäre dies nicht unbedingt illegal. Ein Rechtsverstoß könnte allerdings vorliegen, wenn Cohen aus eigener Tasche eine solche Zahlung an McDougal geleistet und diese nicht bei den Behörden deklariert haben sollte - dann könnte es sich möglicherweise um eine illegale Wahlkampfspende handeln.

Trump ging am Samstagabend in einem weiteren Tweet auf die Vorgänge ein wertete diese als politisches Manöver. Die Ermittlungen zielten darauf ab, die Chancen seiner Republikaner bei den Kongresswahlen im November zu schmälern, schrieb er.

Das „Wall Street Journal berichtete, bei dem Gespräch von Trump und Cohen sei es darum gegangen, die Exklusivrechte an McDougals Geschichte über ihre angebliche Affäre mit Trump zu kaufen, die sie einen Monat zuvor für 150.000 Dollar an die Zeitschrift „National Enquirer verkauft hatte. Die Zeitschrift entschied letztlich, nicht über die angebliche Affäre zu berichten.

Das Blatt gehört zum Medienunternehmen American Media Inc. (AMI), dessen Chef David Pecker mit Trump befreundet ist. McDougal traf inzwischen mit AMI allerdings eine neue Vereinbarung, die ihr erlaubt, anderen Medien von der angeblichen Affäre mit Trump zu erzählen.

Tumps ehemaliger Anwalt Cohen hatte vor der Wahl im November 2016 auch mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels zu tun, die ein Sexabenteuer mit Trump gehabt haben will. Er zahlte ihr damals 130.000 Dollar (nach heutigem Wert 111.000 Euro), damit sie nicht über dieses angebliche Abenteuer auspackte.

Cohen hatte rund zehn Jahre lang für Trump gearbeitet und verfügt über viele Kenntnisse aus Trumps Privatleben und seinen geschäftlichen wie politischen Aktivitäten. Inzwischen steht er unter massivem juristischen Druck, da gegen ihn wegen mutmaßlich illegaler Geschäftspraktiken ermittelt wird. Vor kurzem hatte er erklärt, seine Loyalität kenne Grenzen, sie gelte vor allem seiner Familie und seinem Land. (afp)

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