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Donald Trump „Bedrohen Sie niemals wieder die USA“

US-Präsident Donald Trump hat ein neues Ziel auserkoren: den Iran. In Großbuchstaben schickt er einen Tweet an die Adresse von Präsident Ruhani und droht ihm unverblümt.

23.07.2018 06:13
Mike Pompeo und Donald Trump
US-Präsident Donald Trump (r.) und Außenminister Mike Pompeo schicken Drohungen und Warnungen nach Teheran. Foto: rtr

US-Präsident Donald Trump hat den Iran mit drastischen Worten verwarnt: „Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen zu spüren bekommen, die nur wenige in der Geschichte jemals zu spüren bekommen haben“, schrieb Trump am Sonntagabend in einer im Kurzbotschaftendienst Twitter an den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani gerichteten Mitteilung.

„Wir sind kein Land mehr, das für Ihre verrückten Worte der Gewalt und des Todes steht, passen Sie auf!“, warnte Trump, der den gesamten Tweet in Großbuchstaben schrieb.

Seit ihrem Ausstieg aus dem Atomabkommen stehen die USA für einen harten Kurs gegenüber dem Iran und sucht dafür internationale Unterstützung. Man bemühe sich vor allem darum, Länder im Mittleren Osten sowie Europa davon zu überzeugen, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu erhöhen, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Rede in Los Angeles.

Zugleich wertete er die seit Dezember anhaltenden Proteste im Iran als die „längsten und energischsten“ seit 1979, als nach dem Sturz des Schahs die Islamische Republik gegründet wurde. Die Iraner wollten mit Würde, Verantwortung und Respekt regiert werden, sagte er während seiner Rede in der Ronald-Reagan-Stiftung. Ein Ziel sei es, die Ölexporte der Islamischen Republik bis zum 4. November weitestmöglich auf Null zu drücken, sagte Pompeo weiter.

Im Mai hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran verkündet. Zuvor aufgehobene US-Sanktionen gegen den iranischen Finanzsektor sowie die Energiebranche würden nun wieder angewendet, sagte Pompeo.

Die Proteste im Iran wenden sich unter anderem gegen Korruption, Unterdrückung der Frauen und religiöser Minderheiten, Knappheit von Wasser und anderer Ressourcen. Auf die Straße gingen all jene Gruppen, die vom „revolutionären Regime“ schlecht behandelt würden, sagte Pompeo. Er kritisierte zugleich die Politik des Irans in der Region als destabilisierend. (FR/afp/dpa)

 

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