Lade Inhalte...

Dietmannsried „Reichsbürger“ schießt um sich

1. Update In Schwaben schießt ein mutmaßlicher „Reichsbürger“ um sich und löst einen Großeinsatz der Polizei aus. Der 44-Jährige ist inzwischen wieder auf freiem Fuß.

07.12.2017 17:32
Bayern
Ein NPD-Aufkleber ziert den Briefkasten eines „Reichsbürgers“, der um sich geschossen hat. Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

Ein mutmaßlicher „Reichsbürger“ hat im schwäbischen Dietmannsried mehrfach mit einer Waffe geschossen und dadurch einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Spezialeinsatzkräfte der Polizei nahmen den 44-Jährigen am Donnerstag nach einem stundenlangem Einsatz widerstandslos fest, wie ein Sprecher sagte. Verletzt wurde niemand. Nach mehrstündigem Polizeigewahrsam wurde der Mann am Nachmittag wieder in die Freiheit entlassen.

Der Mann habe am Mittwochabend in Dietmannsried (Landkreis Oberallgäu) zweimal hintereinander mehrere Schüsse abgegeben - wie viele und aus was für einer Waffe, war zunächst unklar. Polizisten umstellten die ganze Nacht das Gebäude. Nach der Festnahme durchsuchten die Ermittler stundenlang das Haus des Mannes. Dabei entdeckten die Ermittler die Waffe und dazugehörige Munition.

Der 44-Jährige habe für die Nutzung der Schreckschusswaffe keine Erlaubnis gebraucht, weil er auf seinem Grundstück geschossen habe, sagte ein Polizeisprecher. Schreckschusswaffen sehen täuschend echt aus, können aber keine scharfe Munition verschießen.

„Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik sowie deren Behörden und Gesetze nicht an. Die Bewegung wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet. (dpa)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum