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Deutschland wächst Zuwanderung steigt um fast 20 Prozent

Deutschland ist als Einwanderungsland attraktiv: Um 19 Prozent steigt die Zahl der Einwanderer in die Bundesrepublik. Darunter sind vor allem Spanier und Griechen.

22.12.2011 09:34
Nach Deutschland kommen wieder mehr Zuwanderer als das Land verlassen. (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold

Die Zuwanderung nach Deutschland ist im ersten Halbjahr 2011 deutlich gestiegen. Die Finanz- und Schuldenkrise ließ insbesondere mehr Einwanderer aus Griechenland und Spanien nach Deutschland kommen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Der Wegfall der letzten Beschränkungen für den freien Zugang zum Arbeitsmarkt für EU-Bürger im Mai habe zudem dazu geführt, dass deutlich mehr Menschen aus Ländern wie Polen, Ungarn, der Slowakei, Bulgarien und Rumänien nach Deutschland zogen.

Insgesamt wanderten im ersten Halbjahr dieses Jahres rund 435.000 Menschen nach Deutschland ein. Das waren 68.000 oder 19 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 62 Prozent von ihnen hatten vorher in einem anderen EU-Staat gelebt. Zugleich verließen weniger Menschen Deutschland als im ersten Halbjahr 2010.

300.000 Menschen verlassen Deutschland

Die Zuwanderung ausländischer Personen erhöhte sich vor allem aus den EU-Staaten (plus 29 Prozent). Auffällig war dabei die starke Zunahme der Einwanderung aus EU-Ländern, die von der Finanz- und Schuldenkrise besonders schwer betroffen sind: Aus Griechenland kamen 84 Prozent mehr Einwanderer als im ersten Halbjahr 2010 und aus Spanien 49 Prozent. Auch aus den Ländern, die 2004 beziehungsweise 2007 der EU beigetreten sind stieg die Zuwanderung im ersten Halbjahr 2011überdurchschnittlich.

Zu dieser Entwicklung dürfte der Wegfall der letzten Einschränkungen zum Arbeitsmarktzugang für die Staatsangehörigen dieser Länder ab Mai 2011 beigetragen haben. Aus den sonstigen EU-Ländern stieg die Zuwanderung etwas weniger oder blieb nahezu konstant. Aus sonstigen europäischen Staaten, Asien und Amerika erhöhte sich die Zuwanderung jeweils um 11 Prozent, aus Afrika um 3 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2011 wurden rund 300.000 Fortzüge aus Deutschland registriert. Die Abwanderung verringerte sich dabei für die ausländischen Personen (minus 6 000) und blieb für die Deutschen mit rund 64.000 Fortzügen nahezu konstant. (Destatis/dpa)

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