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Deutscher Kinderschutzbund Pädophilie im Kinderschutzbund

Die Lobbyarbeit pädosexueller Gruppen beeinflusste sogar den Deutschen Kinderschutzbund. Zu diesem Ergebnis kommt der Göttinger Parteienforscher Franz Walter bei einer Recherche im Auftrag der Grünen.

Nach einer Studie werden zwischen 50.000 und 60.000 Kinder pro Jahr in Deutschland sexuell missbraucht. Angezeigt werden 12.000. Foto: dpa

Pädosexuelle Lobbygruppen haben ihren Einfluss offenbar nicht nur auf die frisch gegründeten Grünen und eine damalige Jugendorganisation der FDP ausgeübt, sondern sogar auf den Deutschen Kinderschutzbund. Zu diesem Ergebnis kommen der Göttinger Parteienforscher Franz Walter und seine Mitarbeiterin Katharina Trittel bei ihrer Recherche im Auftrag der Grünen.

Demzufolge war der langjährige Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Walter Bärsch, zugleich Gründungsmitglied des pädophilenfreundlichen „Arbeitskreises Humane Sexualität“. Bärsch war Erziehungswissenschaftler und Psychologe und von 1981 bis 1991 Präsident des DKSB, später Ehrenpräsident.

In seine Amtszeit fällt die Veröffentlichung des Buches „Sexuelle Gewalt gegen Kinder“, in dem es heißt: Das Recht auf „sexuelle Selbstbestimmung durch die Kinder selbst“ werde eingeschränkt, „indem sexuelle Kontakte zwischen einem Kind und einem Erwachsenen generell, ohne Ausnahme, unter Strafandrohung gestellt werden“. Herausgeber war der Deutsche Kinderschutzbund. Ebenfalls in die Amtszeit Bärschs fällt das Erscheinen einer Ausgabe der Verbandszeitung „Kinderschutz aktuell“, in der mehrere Autoren unter dem Titel „Spannungsfeld Sexualität“ offen pädophile Positionen vertreten.

Der derzeitige Präsident des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers ist darüber entsetzt. Dass der 1996 verstorbene Bärsch bis 1994 Mitglied im Arbeitskreis Humane Sexualität (AHS) war, habe er nicht gewusst, sagte Hilgers der Frankfurter Rundschau am Dienstag. Erst nachdem die Mitarbeiterin Walters ihn über ihre Forschungsergebnisse in Kenntnis gesetzt hatte, habe er Zeitzeugen befragt. Die hätten die Geschichte anders dargestellt: Professor Bärsch sei in ein Kuratorium oder einen Beirat des Arbeitskreises berufen worden, in dem damals verantwortliche Leute von Pro Familia das Sagen gehabt hätten. Als der Arbeitskreis als Unterstützer pädophiler Positionen auffiel, sei Bärsch auf Drängen des damaligen Geschäftsführers des DKSB wieder ausgetreten.

„Arbeit neu bewerten“

Inzwischen höre er aber, dass Bärsch dem AHS schon 1982 bei- und erst 1994 ausgetreten sein soll. „Wenn sich das bewahrheitet, muss seine Arbeit völlig neu bewertet werden“, sagt Hilgers. Dass Bärsch 1994 unter Druck der Basis des Kinderschutzbundes ausgetreten sei, will er dagegen nicht glauben. „Das kann nicht sein, das hätte ich ja mitbekommen“, sagt Hilgers. Hilgers selbst ist seit 1993 Präsident des DKSB. „Ich habe inzwischen mit vier Landesvorsitzenden gesprochen, da war nichts.“

Ein Artikel der „Emma“ von September/Oktober 1993 legt zumindest nahe, dass es eine solche Debatte gegeben haben muss. Dort ist die Rede von einer umstrittenen Plakatkampagne, die Bärsch gegen den Willen der Basis durchgesetzt habe. Seine Mitgliedschaft im AHS war der „Emma“ damals schon bekannt, auch das in seiner Verantwortung herausgegebene Buch über „Sexuelle Gewalt gegen Kinder“ wird erwähnt.

Zudem berichtet der Artikel davon, dass der AHS schon im Herbst 1990 eine „künftige Kooperation mit dem Kinderschutzbund“ angekündigt hatte. Das sei während eines Treffens „unter Leitung von Prof. Bärsch“ vereinbart worden. „Anlass für die Zusammenkunft war das AHS-Positionspapier Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen. Darin heißt es u.a.: ‚Auch pädosexuelle Kontakte könnten trotz der Ungleichheit der Partner gleichberechtigt und einvernehmlich gestaltet werden.‘“

Hilgers kündigte an, die Studie des Göttinger Forschers Franz Walter künftig auch finanziell unterstützen zu wollen. Auch die Geschichte des Kinderschutzbundes müsse offenbar aufgeklärt werden.

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