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Deutsche Botschaft in den USA Robuste Diplomatin

Die neue deutsche Botschafterin in Washington, Emily Haber, wird die erste Frau auf diesem wichtigen Posten.

Emily Haber
Emily Haber ist bestens vorbereitet auf den Job in Washington. Foto: afp

Wir leben in Zeiten, in denen es in den deutsch-amerikanischen Beziehungen sekundenschnell zu einem Problem kommen kann. Beispielsweise wenn US-Präsident Donald Trump etwas twittert, was diesseits des Atlantiks für Aufregung sorgt. Ein paar Sätze oder auch nur Worte – und schon kann die Krise da sein.

In solchen Zeiten braucht Deutschland in der US-Hauptstadt Washington einen Vertreter oder eine Vertreterin, der oder die sowohl robust ist als auch diplomatisches Geschick hat. Eigenschaften, welche die Bundesregierung offenbar Emily Haber zuschreibt, die bis vor Kurzem Staatssekretärin im Bundesinnenministerium war. Die 62-Jährige soll deutsche Botschafterin in Washington werden, wie das Magazin „Spiegel“ berichtet. Haber wäre die erste Frau auf diesem Posten. Sie soll demnach Nachfolgerin von Peter Wittig werden, der im Sommer nach London wechseln werde.

Haber gilt als durchsetzungsstark, ihr Name ist in der Bundesregierung jedem ein Begriff. In der vergangenen Legislaturperiode war sie für Minister Thomas de Maizière eine wichtige Stütze. Haber war dort zuständig für Sicherheit, Migration und Integration – die großen politischen Themen der vergangenen Jahre also. Mit der US-Regierung von Barack Obama arbeitet sie unter anderem in Fragen der Bekämpfung des Terrorismus zusammen.

Das Handwerk der Diplomatie ist eines, das ihr gewissermaßen von Haus aus mitgegeben wurde: Ihr Vater war Leiter des Planungsstabes des Auswärtigen Amtes – sowie Botschafter in Griechenland, Indien und der Türkei. Emily Haber, im Jahr 1956 in Bonn geboren, studierte in Köln Geschichte und promovierte mit einer Arbeit zur deutschen Außenpolitik in der Marokkokrise 1911.

Haber startete dann selbst eine Karriere im Auswärtigen Amt. Sie war Kulturreferentin an der deutschen Botschaft in Ankara und hatte wichtige Funktionen in der deutschen Botschaft in Moskau inne. Im Auswärtigen Amt in Berlin arbeitete sie als politische Direktorin und später als Staatssekretärin, unter anderem mit einem Schwerpunkt Europapolitik.

Mit anderen Worten: Haber ist durch ihre beruflichen Erfahrungen bestens vorbereitet auf den Job in Washington. Die Frau, die auch mit einem Diplomaten verheiratet ist und zwei Kinder hat, kennt sich in den relevanten Themen aus. Und sie dürfte auch mit Situationen umgehen können, in denen es vielleicht einmal nicht so läuft wie geplant. Gelegenheit dazu verschafft ihr Präsident Trump bestimmt.

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