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Champions League Fans trotzen Terrorwarnung

Eine Terrorwarnung hat das Champions-League-Finale überschattet. Die Innenminister sahen aber keine konkrete Bedrohung für die Fanmeilen. Und die Dortmunder Innenstadt füllte sich trotzdem.

25.05.2013 11:14
Aufbau Fanmeile
Absperrgitter für eine Fanmeile zum deutsch-deutschen Champions League-Finale. Foto: dpa/Stephanie Pilick

Vor dem Champions-League-Finale hat das Bundeskriminalamt (BKA) nach Berichten mehrerer Medien vor einem möglichen Terror-Anschlag in Deutschland gewarnt. Nach Aussage von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gab es aber keine konkreten Erkenntnisse über Anschlagspläne von Islamisten auf Fußball-Fanmeilen.

Die BVB-Fans ließen sich von der Warnung nicht abschrecken. Schon am Samstagnachmittag stimmten sich mehr als 10 000 in der Dortmunder Innenstadt auf das Champions-League-Finale ein. Im Epizentrum der Feier zwischen Friedensplatz, Altem Markt und Reinoldikirche ließen die Schwarz-Gelben mit Gesängen ihre Mannschaft hochleben.

Für den Abend erwartete Dortmund bis zu 45 000 Menschen zum Public Viewing. Allein in den ausverkauften Westfalenhallen wollten den Erwartungen zufolge 18 000 Fans das Duell der Borussia gegen Bayern München verfolgen. Die Dortmunder Polizei sah keine Gefahren beim Public Viewing. Die Sicherheitsmaßnahmen seien seit Freitag nicht noch einmal verstärkt worden, weil sie sowieso schon hoch gewesen seien. „Wir haben von vornherein eine sichere Veranstaltung geplant“, sagte Polizeisprecher Gisbert Hoffmann.

Nach Informationen von „Spiegel online“ hat BKA-Chef Jörg Ziercke den Innenministern von Bund und Ländern in einer vertraulichen Sitzung am Freitag von Hinweisen auf ein möglicherweise geplantes Attentat berichtet. Gefährdet, so Ziercke, seien möglicherweise die Fanmeilen zur Übertragung des Spiels am Samstagabend.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium hatte nach eigenen Angaben keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne. Allerdings sei den Behörden am Freitag noch einmal ein Erlass in Erinnerung gerufen worden, der nach dem Anschlag auf den Marathon von Boston ergangen sei. „Wir in NRW haben die Behörden unmittelbar nach den Anschlägen von Boston bereits sensibilisiert für die Gefahrenlage bei Großveranstaltungen“, sagte Ministeriumssprecherin Birgit Axler. Der Mordanschlag auf einen britischen Soldaten in London in dieser Woche habe die Aufmerksamkeit für die grundsätzlich bestehende Gefahrenlage noch einmal erhöht. „Man hat das Ganze sehr eng im Blick“, sagte Axler.

Bundesinnenminister Friedrich ging in seiner Reaktion nicht konkret auf die Aussage Zierckes ein. „Deutschland steht seit längerem im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus. Es gibt derzeit keine Hinweise auf Anschlagspläne oder Anschlagziele in Deutschland“, sagte er am Samstag nach Angaben seines Ministeriums.

Nach Informationen von SWRinfo kam der Hinweis auf eine mögliche Anschlagsplanung vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB. Es sei aber weder ein konkreter Ort noch eine mögliche Zeit genannt worden, meldete der Sender am Samstag.

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