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CDU-Kandidat Friedrich Merz Was dieser „Mittelschichtler“ verdient

Der mögliche Merkel-Nachfolger Friedrich Merz macht in der „Bild am Sonntag“ nähere Angaben zu seinem Einkommen und sagt, weshalb er sich nicht zur Oberschicht zählt.

18.11.2018 09:30
CDU
Friedrich Merz will Angela Merkel als CDU-Parteichef ablösen. Foto: rtr

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat seine Aussage verteidigt, er zähle sich mit Einkünften in siebenstelliger Höhe zur gehobenen Mittelschicht. In der „Bild am Sonntag“ sagte Merz, er verdiene „rund eine Million Euro brutto.“ Gemeint ist wohl: pro Jahr.  Am vergangenen Mittwoch hatte Merz bei einem „Bild“-Talk auf die Leserfrage, ob er Millionär sei, geantwortet, er liege jedenfalls nicht darunter und würde sich zur „gehobenen Mittelschicht zählen“.

Für diese Aussage hatte der frühere Unions-Fraktionschef viel Kritik einstecken müssen. Der „Bild am Sonntag“ sagte er nun, für ihn sei die gesellschaftliche Mitte keine rein ökonomische Größe. „Ich habe von meinen Eltern die Werte mitbekommen, die die Mittelschicht prägen: darunter Fleiß, Disziplin, Anstand, Respekt und das Wissen, dass man der Gesellschaft etwas zurückgibt, wenn man es sich leisten kann.“

Wenn er die Begriffe Oberklasse oder Oberschicht höre, denke er an Menschen, die viel Geld oder eine Firma geerbt hätten und damit ihr Leben genössen. „Das ist bei mir nicht der Fall“. 

Merz konkurriert mit CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und einer Reihe weithin unbekannter Kandidaten um den Parteivorsitz in der CDU. Entschieden wird auf einem Parteitag am 7. Dezember in Hamburg. Merz sagte, er habe die Möglichkeiten, die er in seinem Leben gehabt habe, mit Glück genutzt. Sein Ziel sei, viel mehr Menschen als heute solche Möglichkeiten zu geben. „Ich glaube an eine Politik, die Möglichkeiten schafft, damit Menschen aus eigener Kraft das werden können, was sie werden wollen. Das war immer eine Stärke der CDU als eine Partei der Mitte.“ 

Merkel hatte Ende Oktober angekündigt, den Parteivorsitz abzugeben. Bis Mitte November stellen sich nun die Kandidaten für ihre Nachfolge bei einer Reihe von CDU-Regionalkonferenzen vor. Die aussichtsreichsten Anwärter sind der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Gewählt wird der neue Chef im Dezember auf einem Parteitag in Hamburg von den Delegierten.

Merz in Umfrage knapp vor AKK

Laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag der „BamS“ würde derzeit fast jeder dritte Deutsche Merz zum CDU-Parteichef wählen. Merz habe sich im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 31 Prozent verbessert, berichtet die Zeitung. Kramp-Karrenbauer liegt demnach mit 30 Prozent knapp dahinter - in der Vorwoche hatte ihre Zustimmungsrate noch bei 32 Prozent gelegen. Spahn legte um drei Punkte auf zwölf Prozent zu.

Noch deutlicher ist das Bild laut „BamS“ bei den Unions-Anhängern: Von ihnen seien 49 Prozent für Merz, 32 Prozent für Kramp-Karrenbauer und sieben Prozent für Spahn.

Der Gesundheitsminister sagte der „BamS“ zu seinen Umfragewerten: „Mir wurde schon öfter prophezeit, keine Chance zu haben. Das motiviert mich.“ Das Rennen um den CDU-Vorsitz habe gerade erst begonnen und sei „völlig offen“. Spahn versicherte, er werde auf alle Fälle beim Bundesparteitag antreten und seine Kandidatur nicht vorher zurückziehen. (dpa/afp/jon) 

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