Lade Inhalte...

Bundeswehr Was braucht die Armee?

Die Einkaufsliste aus dem Verteidigungsministerium birgt Konfliktpotential, wie das Beispiel Drohnen zeigt.

ILA 2018 - Presseprogramm
Ein Hubschrauber NH-90 der Bundeswehr wird vor der Kulisse des Hauptstadtflughafens BER auf seine Parkposition gezogen. Foto: dpa

Es ist die klassische Übung vor den Haushaltsverhandlungen: Bevor es ums Geld geht, melden die Ressorts ihren Bedarf möglichst hoch an, damit Raum bleibt für Streichungen. Die Liste der Rüstungsprojekte aus dem Verteidigungsministerium folgt dieser Logik.

Und die Klage über Mängel bei Ausrüstung und Material gehören zur Tagesordnung, ohne dass dabei zwischen gravierend und ärgerlich, aber erträglich differenziert wird. Und das Wüten von US-Präsident Donald Trump über die angeblich mangelnde europäische Verteidigungsbereitschaft hat zur Folge, dass Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines stetigen Steigens des Wehretats in den Hintergrund gedrängt werden.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat zwar zum Missfallen der Industrie Verträge und Bedarf überprüft. Das macht ihren Einkaufszettel nicht erhaben über alle Zweifel. Besonders in den Blick fällt der Posten der bewaffnungsfähigen Drohnen.

Die Sicherheit der Soldaten steht gegen die Frage, ob die Hemmschwelle zum Gewalteinsatz sinkt. Mit den Drohnen würde die Bewaffnung der Bundeswehr eine ganz neue Dimension erhalten. Und die SPD müsste sich erklären, wenn sie sich nun für ein Ja entscheidet, wo sie noch in der letzten Wahlperiode Nein gesagt hat.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen