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SPD Führung gesucht

Niemand in der SPD ist zurzeit so stark wie Andrea Nahles. Den Parteivorsitz in der SPD sollte sie aber erst auf einem regulären Parteitag bekommen. Ein Kommentar.

Andrea Nahles
Andrea Nahles sollte ihre Kraft unter Beweis stellen, indem sie wartet. Foto: dpa

Andrea Nahles sollte nach dem unrühmlichen Abgang von Martin Schulz die angeschlagene SPD führen. Die Sozialdemokraten benötigen eine starke Figur und niemand zweifelt daran, dass die Chefin der Bundestagsfraktion das Zeug dazu hat, diese Rolle zu übernehmen. 

Gleichzeitig könnte es sich verheerend auswirken, wenn die SPD-Mitglieder gerade in dieser Lage den Eindruck gewönnen, in Personalfragen alles nur noch vorgesetzt zu bekommen. Deshalb wäre es richtig, wenn Andrea Nahles in der Präsidiumssitzung am Dienstag nicht kommissarisch den Parteivorsitz übernehmen würde. 

Klar, Schulz kann der Partei nichts mehr geben. Und er sollte als Vorsitzender keinen Tag zu viel weitermachen. Aber für solche Situationen gibt es eine Lösung: Bis zur regulären Wahl der Nachfolgerin oder des Nachfolgers sollte ein Stellvertreter die Geschäfte übernehmen. Malu Dreyer ist beliebt und will nicht selbst Vorsitzende werden. Sie wäre perfekt geeignet. 

Niemand in der SPD ist zurzeit so stark wie Andrea Nahles. Sie sollte ihre Kraft unter Beweis stellen, indem sie wartet. Noch stärker wäre es, sie würde ein Signal geben, dass es spätestens in zwei Jahren eine Urwahl über den Parteivorsitz geben soll. 

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