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Meinungsumfragen Überschätzte Umfrageergebnisse

Resultate von Umfragen werden falsch interpretiert und können Wahlen negativ beeinflussen. Ein Kommentar.

Wahlkampf
Meinungsumfragen geben nur Hinweise - können die Wahl aber beeinflussen. Foto: Sebastian Kahnert (dpa-Zentralbild)

Ergebnisse von Umfragen haben einen großen Einfluss bekommen. Dabei sollte man sich nicht zu sehr auf sie verlassen. Damit ist nicht das Bonmot gemeint, wonach man einer Statistik nur trauen sollte, die man selbst gefälscht hat. Nein, Meinungsforscher arbeiten meist seriös. Die Resultate ihrer Arbeit werden oft falsch interpretiert.

 

So haben sie das Ergebnis von Brexit und der US-Präsidentschaftswahl durchaus richtig vorhergesagt. Denn da nicht alle Wählerinnen und Wähler befragt werden, sind Umfrageergebnisse mit einem Fehler behaftet. Dieser Fehler kann bis zu drei Prozentpunkte ausmachen. Korrekterweise dürfte also ein Umfragewert keine exakte Ziffer sein, vielmehr müsste man sagen: Das erwartete Ergbnis liegt zwischen zehn und 16 Prozent. In Großbritannien lagen die Gegner des Ausstiegs meist knapp vorn, doch ein Sieg der Brexit-Befürworter war auch möglich.

Bei knappen Wahlen können die falsch interpretierten Zahlen den Ausgang der Wahl sogar beeinflussen, weil wie in Großbritannien viele Brexit-Gegner dachten, sie müssten gar nicht wählen gehen, da ihr gewünschtes Resultat bereits feststehe. Ein Irrtum. Umfragen geben also Hinweise. Mehr nicht. Wer also etwas erreichen möchte, wird wählen müssen.

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