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„Deutschlandtrend“ SPD sackt auf 20 Prozent ab

Nur noch acht Prozentpunkte trennen die Sozialdemokraten laut ARD-„Deutschlandtrend“ von der rechten AfD. Aktuell wären nur eine große Koalition oder ein schwarz-gelb-grünes Bündnis möglich.

14.09.2017 18:40
Martin Schulz
Ernste Miene: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und seine Partei rutschen in den Umfragen immer weiter ab. Foto: Michael Kappeler

Eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl liegt die AfD im aktuellen ARD-„Deutschlandtrend“ auf dem dritten Platz. Die Partei würde nach der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt hinzugewinnen und mit zwölf Prozent erstmals in den Bundestag einziehen. Die SPD verliert einen Punkt und sackt auf 20 Prozent ab. Die Union kommt in der Sonntagsfrage unverändert auf 37 Prozent.

Die FDP gewinnt einen halben Punkt und kommt auf 9,5 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und erreicht neun Prozent, die Grünen büßen einen halben Punkt ein und liegen bei 7,5 Prozent.

Bislang haben der Umfrage zufolge 57 Prozent der Befragten ihre Wahlentscheidung getroffen. 15 Prozent haben eine Parteipräferenz, sagen aber, dass sich die Entscheidung noch ändern kann. 28 Prozent neigen bislang zur Nichtwahl oder lassen bisher keine Neigung zu einer Partei erkennen.

Dem „Deutschlandtrend“ zufolge würde es neben einer großen Koalition keine Mehrheit für weitere Zweier-Bündnisse geben. An Dreier-Bündnissen wäre eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen rechnerisch möglich.

Wenn die Unions-Anhänger sich zwischen einer großen Koalition und einem Jamaika-Bündnis nach der Bundestagswahl entscheiden müssten, würden sich 45 Prozent für die große Koalition entscheiden, 46 Prozent für ein Jamaika-Bündnis. Wenn sich die SPD-Anhänger entscheiden müssten, ob die SPD erneut eine Regierung mit der Union bildet, würden sich 50 Prozent für eine Regierung mit der Union aussprechen. 46 Prozent wäre es lieber, wenn die SPD in die Opposition geht.

Wenn der Bundeskanzler direkt gewählt würde, würden 51 Prozent (minus drei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche) der Befragten für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmen. Für SPD-Herausforderer Martin Schulz würden sich 25 Prozent der Befragten entscheiden (minus eins). 17 Prozent (plus drei) würden sich für keinen der beiden entscheiden.

Für den „Deutschlandtrend“ hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ von Dienstag bis Mittwoch 1003 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Für die Sonntagsfrage wurden 1503 Wahlberechtigte befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten - die Werte in der Gesamtbevölkerung können also entsprechend nach oben sowie nach unten von den Werten der Umfrage abweichen. (afp) 

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