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Der Wahlabend AfD ist in Sachsen stärkste Kraft

Jamaika-Koalition wahrscheinlich +++ Rekordverluste für SPD und CDU +++ AfD drittstärkste Partei im Bund - und in Sachsen wohl stärkste Kraft +++

25.09.2017 00:33
Bundestagswahl 2017
Partystimmung bei der AfD: Beatrix von Storch, stellvertretende Parteisprecherin, und Spitzenkandidat Alexander Gauland in Berlin. Foto: Bernd Von Jutrczenka (dpa)

+++ 00:31 Uhr: Die Wahlbeteiligung steigt im Vergleich zu 2013 an. Rund 75 Prozent haben sich an der Bundestagswahl beteiligt.

+++ 00:17 Uhr: Andreas Scheuer kritisiert sowohl die SPD als auch FDP und Grüne: „Wir erleben ja gerade, dass Jeder Alles ausschließt“, sagt der Generalsekretär der CSU. In Bayern sind mittlerweile alle 46 Wahlkreise ausgezählt. Die CSU kommt auf 38,8 Prozent und damit mehr als zehn Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren.

+++ 23:52 Uhr: Auch im schwärzesten aller Wahlkreise muss die CDU Verluste hinnehmen. In Cloppenburg-Vechta kam die Union auf 53,1 Prozent - 10,1 Prozent weniger als noch vor vier Jahren.

+++ 23:46 Uhr: Christian Lindner hat die FDP wieder in den Bundestag geführt und dürfte auch dort den Platz an der Spitze einnehmen. Aus FDP-Kreisen wird deutlich, dass bereits am Montag nach der Wahl Lindner im Rahmen der konstituierenden Sitzung zum Fraktionsvorsitzenden gewählt werden soll.

+++ 23:43 Uhr: In manchen Gemeinden Sachsens hat offenbar nahezu jeder zweite Wahlberechtigte für die AfD gestimmt. In Dorfchemnitz im Wahlkreis Mittelsachsen kam die AfD auf 47,4 Prozent der Zweitstimmen. Auch in einigen Gemeinden im Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wie Dohma, Gohrisch oder Müglitztal übersprang die AfD die 40-Prozent-Marke.

+++ 23:37 Uhr: Alexander Graf Lambsdorff (FDP) kritisiert Martin Schulz dafür, dass er frühzeitig eine große Koalition ausschließt. „Das ist an einem solchen Abend, der voller Emotionen ist, zu früh“, sagt das Mitglied des Parteivorstands. Ob seine Partei künftig Regierungsverantwortung übernehmen würde, wollte Lambsdorff nicht sagen.

+++ 23:32 Uhr: Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir verpasst im Wahlkreis Stuttgart I das Direktmandat nur knapp. Er unterliegt dem CDU-Kandidaten Stefan Kaufmann 29,7 gegen 32,0 Prozent, schneidet damit aber deutlich besser ab als seine Partei, die 19,6 Prozent der Zweitstimmen erhält. Außenminister Sigmar Gabriel gewinnt seinen Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel. Der ehemalige SPD-Chef erhält 42,8 Prozent der Stimmen, der ärgste Konkurrent Uwe Lagosky von der CDU 29,1 Prozent.

+++ 23:21 Uhr: Im Wahlkreis Frankfurt am Main II hat die CDU erneut das Direktmandat errungen. Das hielt bis vor der Wahl noch Erika Steinbach. Sie war Anfang des Jahres aus der CDU ausgetreten und war den Rest der Legislaturperiode fraktionslose Abgeordnete.

+++ 23:18 Uhr: Für Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz (SPD) bleibt seiner Partei kaum eine Wahl, als den Gang in die Opposition anzutreten. „Franz Müntefering hat unverändert Recht: Opposition ist Mist“, sagte der SPD-Bundesvize am Sonntagabend in den ARD-“Tagesthemen“. „Aber Opposition gehört in der Demokratie dazu - auch um alles dafür vorzubereiten, dass man künftig die Regierung übernehmen kann.“ 

+++ 23:12 Uhr: Vor dem Ort der Wahlparty der AfD wird nach wie vor demonstriert. Mittlerweile geht man von 1.000 bis 2.000 Teilnehmern aus.

+++ 23:06 Uhr: In Sachsen holt die AfD wohl mehrere Direktmandate. Neben dem Sieg Frauke Petrys im Wahlkreis Sächsische Schweiz-Ostererzgebirge führt die Afd in weiten Teilen von Ost-Sachsen: in Bautzen I, Görlitz und Dresden II / Bautzen II.

+++ 23:00 Uhr: Vergleiche zwischen Gerhard Schröder und Martin Schulz machen die Runde. Der Anlass ist der Angriff von Schulz auf Merkel in der Fernsehrunde nach der Wahl. Schulz attackierte Merkel und warf ihr einen „skandalösen Wahlkampf“ vor, der „auf Politik verzichtete“.

+++ 22:52 Uhr: AfD-Chefin Frauke Petry scheint in Sachsen ein Direktmandat für den Bundestag gewonnen zu haben. In ihrem Wahlkreis Sächsische Schweiz-Ostererzgebirge liegt Petry nach Auszählung von 33 der 36 Gemeinden vor CDU-Herausforderer Klaus Brähmig. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland verpasste in Brandenburg ein Direktmandat.

+++ 20:46 Uhr: Für Martin Schulz geht es in Zukunft darum, dass die SPD vor allem jetzt, „wenn die Fratze der extremen Rechten in den Bundestag einzieht“ die Werte der Demokratie hoch hält.

+++ 22:40 Uhr: Auch in Niedersachsen fahren CDU und SPD deutliche Verluste ein. Dort wird an 15. Oktober ein neuer Landtag gewählt.  Der niedersächsische CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann erklärte, dass die Union in Niedersachsen immerhin „klar stärkste Kraft“ sei und besser als im Bund abschneide.

+++ 22:34 Uhr: In Sachsen ist die AfD mit 29,4 Prozent vor der CDU mit 28,5 Prozent stärkste Partei, wie das Statistische Landesamt nach Auszählung von rund 90 Prozent der Gemeinden mitteilt. Demnach kommt die SPD bei den Zweistimmen mit 10,1 Prozent auf Platz vier hinter der Linken mit 14,7 Prozent.

+++ 22:27 Uhr: Immer mehr Wahlkreise verkünden vorläufige Endergebnisse. Dabei gibt es erste Überraschungen. Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) verliert im Wahlkreis Trier gegen Andreas Steier, der erstmals um ein Direktmandat kandidierte.

+++ 22:18 Uhr: Bei der CSU stärkt man dem Vorsitzenden trotz des schlechtesten Wahlergebnis bei einer Bundestagswahl demonstrativ den Rücken. Parteivize Manfred Weber, sagt: „Jeder, der jetzt in der Partei Personaldebatten beginnt, der schwächt die CSU in der Durchsetzungsfähigkeit der Themen“. Auch JU-Landeschef Hans Reichhart betont: „Seehofer steht nicht im Feuer“.

+++ 22:11 Uhr: Der künftige Bundestag dürfte der zahlenmäßig größte aller Zeiten werden. Laut den Hochrechnungen dürften dem Parlament künftig 690 bis 705 Abgeordnete angehören. Bisher sitzen dort nur 630 Parlamentarier.

+++ 22.06 Uhr: Der Kampf um Platz Fünf ist weiter offen. Derzeit liegt die Linke bei 9,1, die Grünen bei 8,9 Prozent. Das könnte sich nach weiteren Auszählungen noch verschieben.

+++ 21:02 Uhr: Hessen könnte eine der Blaupausen sein, nach der die neue Jamaika-Regierung aufgebaut wird. „Wir haben eine sehr stabile, sehr erfolgreiche schwarz-grüne Regierung. Wir hatten auch mit der FDP eine gute Zusammenarbeit“, sagte der Volker Bouffier, CDU-Vize und Ministerpräsident Hessens, am Sonntagabend im hr-Fernsehen.

+++ 21:55 Uhr: Frauke Petry, noch Vorsitzende der AfD, ist nicht zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Partei. Die AfD habe im vergangenen Jahr in Umfragen schon bei 16 Prozent und mehr gelegen. „Wir müssten im Grunde genommen weit über 20 Prozent liegen bei solch schwacher Konkurrenz“, betonte Petry. „Das ist auch darauf zurückzuführen, dass wir einen Teil der bürgerlichen Klientel leider verschrecken.“ 

+++ 21:50 Uhr: International konzentriert sich die Presse vor allem auf den knappen Erfolg Angela Merkels. Sie habe einen „bitteren Sieg“ errungen, schreibt der US-Nachrichtensender CNN. Die Dailymail sieht die Kanzlerin „an der Urne abgestraft“, auch wenn ihre Partei wieder am meisten Sitze erhalten habe.

+++ 21:45 Uhr: Das einzige Duell zweier Minister um ein Direktmandat gewinnt die CDU. Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) schlägt im Wahlkreis Saarlouis Justizminister Heiko Maas (SPD).

+++ 21:40 Uhr: Angela Merkel hofft darauf, bis Weihnachten eine neue Regierung präsentieren zu können, will sich aber nicht auf einen Zeitplan festlegen. Auf die Frage, ob es bis zu den Feiertagen klappt, antwortet die Bundeskanzlerin bei ARD und ZDF: „Ich bin generell immer zuversichtlich.“

+++ 21:35 Uhr: Ein Jamaika-Bündnis hätte im Bundestag zwar eine stabile Mehrheit, nicht aber im Bundesrat. Zwar ist mindestens eine der vier Parteien in jeder Landesregierung außer der rot-roten Regierung Brandenburgs beteiligt. Aber fest könnte eine Koalition wohl nur mit 27 der insgesamt 69 Stimmen rechnen: vier aus Schleswig Holstein (schwarz-gelb-grün regiert), sechs aus Bayern (schwarz), Baden-Württemberg (grün-schwarz) und Nordrhein-Westfalen (schwarz-gelb) sowie fünf aus Hessen (schwarz-grün).

+++ 21:26 Uhr: Nicht nur in Berlin, auch in Frankfurt und Köln demonstrieren Menschen am Wahlabend lautstark gegen die AfD.

+++ 21:23 Uhr: Wann eine neue Regierung steht, ist bislang noch nicht sicher. Das könnte mehrere Monate dauern. Bei der Industrie hofft man auf schnelle Entscheidungen. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, mahnte die Parteien, „die Lage schnell zu sondieren und konzentriert Verhandlungen über eine tragfähige Bundesregierung aufzunehmen“. Es gehe jetzt darum, „Schaden vom Standort Deutschland abzuwenden“.

+++ 21:15 Uhr: Bei der AfD fände man eine Jamaika-Koalition gar nicht schlecht, auch wenn das bedeuten würde, dass man nicht Oppositionsführer werden würde. „Das könnte auch gut sein für uns. Wir können dann sowohl die SPD als auch die Regierung angreifen“, sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Schleswig-Holstein, Jörg Nobis.

+++ 21:13 Uhr: Eine Minderheitenregierung kommt für Angela Merkel nach eigener Aussage nicht infrage.

+++ 21:11 Uhr: Winfried Kretschmann (Grüne) sieht seine Partei vor schweren Gesprächen in Sachen Jamaika, deutet einen Zusammenschluss aber schon mal an. „Irgendjemand muss das Land ja regieren“, sagt Baden-Württembergs Ministerpräsident.

+++ 21:03 Uhr: Die CSU geht geschwächt aus der Wahl heraus. Nur noch 6 Prozent trägt die CSU bundesweit zum Ergebnis bei. Spitzenkandidat Joachim Herrmann weicht Fragen nach seiner persönlichen Zukunft aus.

+++ 21:00 Uhr: Nach der Wahl ist vor der (Partei-)Sitzung. Die erste ist terminiert. Am Montag um 14 Uhr trifft sich die FDP zur konstituierenden Sitzung.

+++ 20:53 Uhr: Fragt man nach den Gründen für den Erfolg der AfD, erhält man unterschiedliche Antworten. Für Katja Kipping (Linke) sind es ökonomische Ängste, für Martin Schulz (SPD) der Wahlkampf der CDU, für Horst Seehofer (CSU) die Tatsache, dass die Union die „rechte Flanke“ offen gelassen habe.

+++ 20:48 Uhr: Laut FDP-Chef Christian Lindner sei man bei der AfD an sachlichen Diskussionen gar nicht interessiert. „Die sind schon lange am Buffet, wenn man über Sachfragen redet“, schildert Lindner seine Erfahrungen aus dem Landtag von Nordrhein-Westfalen.

+++ 20:41 Uhr: Cem Özdemir von den Grünen nimmt Einladungen zu Sondierungsgesprächen gerne an. Das sagt er vor den Anhängern im Vollgutlager der alten Berliner Kindl Brauerei.

+++ 20:34 Uhr: So richtig will anscheinend keiner in die Regierung. Martin Schulz schließt das für die SPD aus, FDP-Chef Christian Lindner wirft ihm deshalb Verantwortungslosigkeit vor.

+++ 20:32 Uhr: Auch Angela Merkel will die Große Koalition noch nicht aufgeben. Rechnerisch sei es möglich, sagt die Bundeskanzlerin.

+++ 20:30 Uhr: AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland bittet seine Anhänger um Zurückhaltung: „Wenn ihr also draußen eurer Freude Ausdruck gebt, gebt ihr vernünftig Ausdruck - und bitte keine Sprüche, die uns später auf die Füße fallen können.“

+++ 20:21 Uhr: Das Feilschen hat begonnen. FDP-Chef Christian Lindner will sich nicht auf eine Jamaika-Koalition festlegen und appelliert an die Verantwortung aller demokratischen Parteien. Katrin Göring-Eckhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, spricht lieber vom Pariser Klimaabkommen.

+++ 20:16 Uhr: Angela Merkel gibt sich trotz der Verluste von acht Prozent optimistisch. Sie freue sich auf ihre vierte Amtszeit, sagt sie in der Runde der ARD. Martin Schulz wirft in derselben Runde der CDU einen „skandalösen Wahlkampf“ vor.

+++ 20:09 Uhr: Vor der Wahlparty der AfD in einem Club am Berliner Alexanderplatz protestieren wohl mehrere Hundert Demonstranten.

+++ 20:07 Uhr: Erste Analysen bezüglich der Wählerwanderung zeigen, dass die CDU/CSU über eine Millionen Stimmen an die AfD verloren hat.

+++ 20:04 Uhr: Die Wahlbeteiligung steigt im Vergleich zur letzten Wahl an.  75 bis 76,5 Prozent der Wahlberechtigten haben nach aktuellen Zahlen ihre Stimme am Sonntag abgegeben. 2013 beteiligten sich nur 71,5 Prozent.

++20:00 Uhr: Bei der Union hat man die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Großen Koalition offenbar noch nicht aufgegeben. Sowohl CSU-Chef Horst Seehofer als auch Kanzleramtschef Peter Altmaier forderten die SPD zur Offenheit auf. „Verantwortliche Demokraten müssen sich zusammensetzen und sondieren“, sagte Seehofer.

+++ 19:58 Uhr: Die CSU präsentiert sich in Person ihres Vorsitzenden direkt nach der Wahl als rechter Rand einer möglichen Jamaika-Koalition. Horst Seehofer sagt im Franz-Josef-Strauß-Haus: „Es kommt in den nächsten Tagen darauf an, die rechte Flanke der Union zu schließen.“ Die CSU hat nach aktuellen Hochrechnungen über zehn Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl verloren.

+++ 19:46 Uhr: Jetzt grüßen auch die Rechtspopulisten aus Österreich. „Herzliche Gratulation aus Wien“, schreibt FPÖ-Politiker Harald Vilimsky bei Twitter.

+++ 19:38 Uhr: Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, zeigt sich angesichts des Wahlerfolgs der AfD geschockt und sagt: „Leider sind unsere Befürchtungen wahr geworden. „Eine Partei, die rechtsextremes Gedankengut in ihren Reihen duldet und gegen Minderheiten in unserem Land hetzt, ist jetzt nicht nur in fast allen Länderparlamenten, sondern auch im Bundestag vertreten.“

+++ 19:35 Uhr: Die FDP-Vize Katja Suding schließt eine gemeinsame Koalition mit CDU und Grünen explizit nicht aus. Es ginge den Liberalen darum, die eigenen Ziele durchzusetzen. Bei Cem Özdemir klingt das sehr ähnlich.

+++ 19:28 Uhr: Jetzt ist die AfD dran. Gemeinsam mit Alexander Gauland und Jörg Meuthen tritt Alice Weidel auf das Podium. Sie sagt, ihre Koalition werde „konstruktiv arbeiten“. Als erstes werde man einen Untersuchungsausschuss gegen Angela Merkel initiieren. Der Ausschuss solle „die zahlreichen Rechtsbrüche dieser Frau ans Licht bringen“.

+++ 19:26 Uhr: Die Verluste der Großen Koalition liegen zusammengerechnet bei über 13 Prozent. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verteidigt angesichts der Zahlen die Absage an eine weitere Zusammenarbeit mit der CDU: „Die große Koalition ist heute abgewählt worden.“

+++ 19:16 Uhr: Den Fraktionsvorsitz der Bundestagsfraktion der SPD strebt Martin Schulz nach eigener Aussage nicht an. Gute Chancen auf den Vorsitz werden der bisherigen Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles eingeräumt. Der bisherige Vorsitzende, Thomas Oppermann, weicht der Frage nach seiner Zukunft aus. Man werde das jetzt bereden, sagt er.

+++ 19:12 Uhr: Der Erfolg der AfD wird auch international wahrgenommen. Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an unsere Verbündeten für dieses historische Ergebnis“, schreibt die Chefin des rechtsextremen Front National bei Twitter. „Das ist ein neues Symbol für das Erwachen der europäischen Völker.“

+++ 19.06 Uhr: Linke-Chefin Sahra Wagenknecht tritt vor ihre Anhänger. Sie spricht von einem „großen Erfolg“ und dem „zweitbesten Ergebnis in der Geschichte“ für die Linken. Der Wahlerfolg der AfD läge ihr zwar „schwer im Magen“, er sei für sie aber nicht überraschend, sondern das Ergebnis der Regierungspolitik der vergangenen zehn Jahre.

+++ 19:05 Uhr: Die aktuellste Hochrechnung ergibt folgende Prozentpunkte: CDU/CSU 33,2, SPD: 20,8, AfD: 13,2, FDP: 10,1, Grüne: 9,3, Linke: 8,9, andere: 4,5.

+++ 19:01: Bei der CSU ist die Begeisterung über das Wahlergebnis deutlich geringer als bei der großen Schwester CDU. CSU-Chef Horst Seehofer gibt sich ernüchternd und sagt: „Die Wahlurne lügt nicht.“

+++ 18:56 Uhr: Im Osten der Republik ist die AfD wohl zweitstärkste Partei geworden. Eine Hochrechnung von Infratest dimap sieht die AfD dort bei 21,5 Prozent der Stimmen. Die CDU soll 26,5 Prozent erzielt haben, die Linke 16,5. Die SPD wäre demnach nur noch viertstärkste Kraft im Osten. Sie soll 14,5 Prozent erhalten haben.

+++ 18:50 Uhr: Bei der CDU wird auf der Bühne trotz der Verluste gelächelt. „Wir haben unsere strategischen Ziele erreicht“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel. „An uns vorbei kann niemand eine Regierung stellen“. Auf die großen Verluste der CDU geht Merkel nicht ein.

+++ 18:46 Uhr: Hessens SPD-Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel sagt: „Das sitzt in den Knochen.“ Man müsse nun aufarbeiten, warum so wenig Wähler der SPD ihre Stimme gaben.

+++ 18:42 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner tritt im Hans-Dietrich-Genscher Haus vor die jubelnden Anhänger. Er spricht von der langen Tradition der FDP, die in den vergangenen vier Jahren aber auch „Gelassenheit und Selbstironie“ gelernt hätte.

+++ 18:41 Uhr: „Die Zusammenarbeit mit der CDU ist seit heute beendet“,  sagt Schulz. Er wolle Oppositionsführer werden.

+++ 18:37 Uhr: In seiner Rede im Willy-Brandt-Haus sagt Schulz, die SPD müsse sich nun „neu aufstellen“ - mit ihm als Parteivorsitzenden.

+++ 18:34 Uhr: Den Einzug der AfD in den Bundestag nennt Schulz eine „Zäsur“, die allen Demokraten zu denken geben müsse. Die SPD müsse mit aller Kraft gegen rechtsextreme Strömungen kämpfen und ein „Bollwerk für die Demokratie“ sein.

+++ 18:30 Uhr: Lange Gesichter im Willy-Brandt-Haus. Martin Schulz aber gibt sich kämpferisch. „Ein schwerer Tag“ sei es für seine Partei, man werde aber weiter für soziale Prinzipien und Werte kämpfen.

+++ 18:26 Uhr: Bei der SPD soll offenbar trotz des Absturzes Martin Schulz weiter Parteichef bleiben. Sowohl SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann als auch Parteivize Manuela Schwesig sprechen sich für Schulz aus. Beide sehen ihre Partei zukünftig nicht mehr in der Regierungsverantwortung. „Der Platz der SPD ist in der Opposition“, sagte Oppermann.

+++ 18:23 Uhr: Auch die Union im Ganzen fährt wohl das schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl seit 1949 ein.

+++ 18:22 Uhr: Das ergäbe folgende Sitzverteilungen: CDU: 220, SPD 137, AfD 87, FDP 67, Grüne 61, Linke 59.

+++ 18:17 Uhr: Erste Hochrechnung ist da: CDU/CSU: 33,3% , SPD 20,8%, AfD 13,2% , FDP 10,1%,Grüne 9,2%, Linke 8,9%.

+++ 18:14 Uhr: Bei der AfD ist der Jubel groß. Spitzenkandidat Alexander Gauland kündigte an, man werde die „Regierung jagen“. Frauke Petry, nach wie vor Bundesvorsitzende der AfD, zitierte Gandhi: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du“.

+++ 18:07 Uhr: Doch auch die CSU muss starke Verluste hinnehmen. Nach einer ersten Prognose des Bayerischen Rundfunks kommt die Schwesterpartei der CDU auf 38,5 Prozent. Das wäre das schlechteste Ergebnis seit 1949.

+++ 18:05 Uhr: Mit Manuela Schwesig kündigt eine erste Spitzenpolitikerin der SPD an, man werde  nach dem schlechtesten Ergebnis der Geschichte den Weg in die Opposition gehen.

+++ 18:00 Uhr: Erste Prognose : CDU 33,5 Prozent, SPD 21,0 Prozent, AfD 13,0 Prozent, Die Linke 9,0 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen 9,0 Prozent, FDP 10,0 Prozent.

+++ 17:11 Uhr: Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry kritisiert die SPD scharf. „Arroganz der #SPD wird sich bitter rächen“, schreibt sie auf Twitter. „Lebt damit, Genossen. Linkstrend ist ab heute vorbei.“ Petry reagiert damit auf einen Tweet von SPD-Parteichef Martin Schulz, in dem er die AfD als rechtsextreme Partei bezeichnet, die nicht in den Bundestag gehöre. Inzwischen wartet die AfD auf ihrer Wahlparty in Berlin auf die erste Hochrechnung.

+++ 17:00 Uhr: Noch eine Stunde haben die Wahllokale geöffnet.

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