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CSU Seehofer schließt Schwarz-Grün nicht aus

CSU-Chef Horst Seehofer will eine schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl nicht ausschließen. „Natürlich wären die Grünen kein angenehmer Partner“, sagte er in einem Interview.

23.07.2017 12:12
Seehofer
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Foto: Peter Kneffel

CSU-Chef Horst Seehofer will eine schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl nicht ausschließen. „Natürlich wären die Grünen kein angenehmer Partner“, sagte Seehofer der „Welt am Sonntag“. „Aber Wahlergebnisse suchen sich ihre Koalitionen.“

Eine Wiederauflage der großen Koalition will Seehofer vermeiden: „Ich habe nichts gegen die SPD, aber eine erneute große Koalition wäre für ein demokratisches Gemeinwesen keine ideale Lösung.“ Ein neuerliches Regierungsbündnis aus Union und SPD würde der AfD nur Auftrieb verschaffen, warnte der bayerische Ministerpräsident.

Seehofer hält es nach eigenen Angaben für möglich, die AfD aus dem nächsten Bundestag fernzuhalten. Durch eine „kluge Politik“ ließe sich noch erreichen, „dass wir die AfD unter die Fünf-Prozent-Hürde drücken“, sagte er. Das könne gelingen, „wenn wir in der Sicherheits-, in der Türkei-, Flüchtlings- und Europapolitik so vernünftig wie bisher weitermachen.“

AfD aus dem nächsten Bundestag fernhalten

Eine absolute Mehrheit der Union hält Seehofer wegen der von vielen Wählern skeptisch betrachteten Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus dem Herbst 2015 nicht mehr für möglich. Der Tag der Grenzöffnung im September 2015 sei ein „Schlüsseldatum, wenn es um die absolute Mehrheit für die Union geht“, sagte der CSU-Chef. 

Seehofer machte zudem erneut deutlich, dass er sich eine Rückkehr des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in die Bundespolitik wünscht - trotz dessen Absagen.  „Ich würde es begrüßen, wenn er sich wieder Schritt für Schritt bei uns einfädeln würde. Ob dann Weiteres damit verbunden ist, hängt vom Verlauf des Wahlkampfs und letztlich vom Wahlergebnis ab“, erläuterte Seehofer. „Mein Ziel ist, möglichst viele fähige Leute um mich zu haben.“ Guttenberg sei eine „starke und begabte Persönlichkeit“. (afp/dpa)

 

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