Lade Inhalte...

bpb Wahl-O-Mat startet

Der Wahl-O-Mat zeigt, mit welcher Partei die eigenen politischen Überzeugungen am besten zusammenpassen. Ab sofort ist er online abrufbar.

32 der 33 vom Bundeswahlleiter zugelassenen Parteien haben sich an dem Frage-Antwort-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) beteiligt. Foto: rtr

Ein bisschen stolz wirkt SPD-Generalsekretär Hubertus Heil schon. „100 Prozent“, antwortet er dem stellvertretenden CSU-Generalsekretär Markus Blume lächelnd, als der ihn nach seinem Wahl-O-Mat-Ergebnis fragt. Heils Positionen stimmen also vollständig mit denen der SPD überein. Der Generalsekretär kennt das Wahlprogramm und die Inhalte seiner Partei gut.

Heil und seine Kollegen von CDU, CSU, Grünen und Linken klickten sich am Mittwochmorgen durch die 38 Fragen des Wahl-O-Mats für die Bundestagswahl 2017, der nun für jeden online abrufbar ist.

Dort kann jeder angeben, ob er einer bestimmten Aussage zustimmt, nicht zustimmt oder ob er eine eher neutrale Meinung zu einer These hat: „Der kontrollierte Verkauf von Cannabis soll generell erlaubt sein.“ Oder: „Die Videoüberwachung im öffentlichen Raum soll ausgeweitet werden.“ Und: „Für die Aufnahme von neuen Asylsuchenden soll eine jährliche Obergrenze gelten.“

Millionenfach benutzt 

32 der 33 vom Bundeswahlleiter zugelassenen Parteien haben sich an dem Frage-Antwort-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) beteiligt. Allein die Magdeburger Gartenpartei ist nicht dabei.

Seit 2002 ist der Wahl-O-Mat im Einsatz. Inzwischen hat sich der Wahl-O-Mat als feste Größe für politische Information vor Wahlen etabliert. 2013 wurde er mehr als 13,3 Millionen Mal gespielt, insgesamt wurde er bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen mehr als 50 Millionen Mal genutzt.

Keine Daten gesammelt oder gespeichert 

Laut einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov kennen neun von zehn Befragten die Plattform. Rund ein Drittel der Deutschen plant, sie in den nächsten Wochen nutzen. Das trifft vor allem auf jüngere Wahlberechtigte mit höherem Bildungsniveau zu.

Unter den 18- bis 29-Jährigen will jeder Zweite das Online-Tool verwenden. Bei den über Sechzigjährigen sind es nur 16 Prozent. Bei den Befragten mit höherer Bildung sind es mehr als doppelt so viele (44 Prozent) wie bei den Wählern mit niedriger Bildung (20 Prozent).

„Der Wahl-O-Mat ist inzwischen demokratischer Volkssport“, sagt bpb-Präsident Thomas Krüger. Es gehe hier auch um eine aktive Jugendpartizipation, um die Jugend für die Wahl zu mobilisieren. „Es werden keine Daten gesammelt oder gespeichert“, betonte Krüger. Die 38 Thesen wurden von einem 26-köpfigen Team von Jung- und Erstwählern entwickelt, die sich für das Projekt bewerben konnten. Unterstützt wurden sie dabei von Politik- und Sozialwissenschaftlern.

 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum