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AfD Beschwörung rechter Männer-Sehnsüchte

Die Alternative für Deutschland setzt auf nationalistische Propaganda und kulturelle männliche Hegemonie. Ein Kommentar.

AfD
Bei Männern aus dem Osten ist die AfD besonders beliebt. Foto: Arno Burgi (dpa-Zentralbild)

Frauen sind nicht die besseren Menschen. Aber manchmal ist es eben doch ein Vorteil, wenn das Gehirn nicht von Testosteron vernebelt wird. Oder von markig-männlicher Wut.

Beides hat zum Wahlerfolg der AfD erheblich beigetragen. Fast jeder sechste Mann hat für die Rechtsradikalen gestimmt. Hätten nur Frauen gewählt, wären die Grünen drittstärkste Kraft im Bundestag geworden. Besonders krass ist die Einstellung der Männer im Osten: Ginge es etwa nach denen in Sachsen, würden wir von geschichtsvergessenen Hetzern regiert.

AfD und ihre nationalistische Propaganda

Das zeigt, was die AfD über ihre nationalistische Propaganda hinaus stark gemacht hat: die Beschwörung kultureller männlicher Hegemonie. Es geht auch um Männerstolz. Einen Stolz, der vom weiblichen Anspruch auf Selbstbestimmung untergraben wurde, den neue Geschlechterbilder bis zur Lächerlichkeit ausgehöhlt haben. Als Heilmittel für die gebrochene männliche Identität bietet die AfD ein unfassbar reaktionäres Gesellschaftsgefüge an. Gleichberechtigung? Ein Anschlag auf die „natürliche Geschlechterordnung“.

Der Erfolg der AfD führt uns vor Augen, wie viele Männer die alten Dominanzverhältnisse herbeiwünschen. Auch an dieser Stelle wird der Kulturkampf härter.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier AfD

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