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Bildungsplan Demo Ausschreitungen bei Demo gegen Bildungsplan

Erneut ist es bei einer Demonstration gegen den baden-württembergischen Bildungsplan zu Ausschreitungen gekommen. Ein Bündnis hatte zum Protest gegen den Entwurf aufgerufen, der die Akzeptanz sexueller Vielfalt in den Bildungsplan integrieren will.

29.06.2014 10:36
Gegner des grün-roten Bildungsplans haben Angst um die sexuelle Orientierung ihrer Kinder. Foto: dpa

Bei einer Demonstration in Stuttgart gegen den baden-württembergischen Bildungsplan ist es am Samstag nach Polizeiangaben erneut zu Ausschreitungen gekommen. Gegner der Demonstration «vermutlich aus dem linken Spektrum» hätten Böller geworfen und dabei einen unbeteiligten Passanten leicht verletzt, teilte ein Polizeisprecher der Presse mit.

Der Entwurf zu dem Bildungsplan schlug hohe Wellen. Er sieht vor, in Schulen künftig für die «Akzeptanz sexueller Vielfalt» zu werben. Dabei sollen Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. Inzwischen kündigte die grün-rote Landesregierung eine Überarbeitung des Bildungsplans an, hält aber an den Grundprinzipien fest. Er soll nun erst 2016 umgesetzt werden.

Personalien von Gegendemonstranten erfasst

Bei der Demonstration sei es zudem zu Provokationen, Straftaten und teils «tumultartigen» Szenen durch Gegendemonstranten gekommen, teilte das Polizeipräsidium Stuttgart am Sonntag mit. Deshalb wurden die Personalien von rund Hundert Demonstrationsgegnern erfasst. Sie müssen nun den Angaben zufolge mit Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz rechnen.

Die Polizei selbst war nach eigenen Angaben mit mehr als 800 Einsatzkräften vor Ort. Zu der inzwischen vierten Demonstration aufgerufen hatten unter anderem das Bündnis «Rettet die Familie», die Initiative «Schützt unsere Kinder», die Stiftung Familienwerte und der Verband für Familienarbeit.

Gegen den Bildungsplan haben 192.000 Menschen eine Online-Petition unterschrieben. Zwei befürwortende Petitionen erhielten rund 140.000 und 92.000 Unterschriften. Schon zwei der drei vorangegangenen Demonstrationen in Stuttgart gegen den Bildungsplan waren von linksextremen Aktivisten erheblich gestört worden. (epd)

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