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Berlin Knut kehrt zurück in den Zoo

Das Eisbären-Denkmal wird Ende des Monats aufgestellt. Es ist auch in Klein als Replik erhältlich.

03.10.2012 16:48
Birgitt Eltzel
Knut als Souvenir: Ganz in Weiß und aus Kunststoff ist die kleine Replik der Knut-Skulptur, die beim Förderverein von Zoo und Tierpark erhältlich ist. Das große Denkmal aus Bronze wird am 24. Oktober im Zoologischen Garten enthüllt. Foto: Zoologischer Garten

Berlins berühmtester Eisbär kommt zurück. Zwar nicht in natura, aber wenigstens als Plastik. Eine Skulptur des Nürnberger Bildhauers Josef Tabachnyk wird am 24.?Oktober um 11 Uhr im Zoologischen Garten enthüllt. Das Denkmal „Knut – Der Träumer“ wird auf der Fläche zwischen Eisbärengehege und dem Neubau des Vogelhauses aufgestellt. Die Bronze-Skulptur zeigt Knut als Jungtier, wie er versonnen auf Eisschollen aus weißem Granit liegt. Das Kunstwerk ist bereits in Berlin, allerdings „im Tierpark versteckt“, sagt Thomas Ziolko, der Vorsitzende der Fördergemeinschaft für die Hauptstadtzoos.

Der Förderverein für Zoo und Tierpark hatte im vergangenen Jahr einen Wettbewerb für ein Knut-Denkmal ausgelobt. Beteiligt hatten sich 40 Künstler, der Entwurf von Josef Tabachnyk, der Knut als Jungtier zeigt, überzeugte die Jury. Knut hatte vor allem in den ersten Monaten seines Lebens weltweit Menschen begeistert. Weil er von seiner Mutter nicht angenommen worden war, zog ihn Tierpfleger Thomas Dörflein im Zoo per Hand auf. Doch Dörflein starb 2008 plötzlich – die Fangemeinde war erschüttert. Wie auch am 19. März 2011, als Knut vor den Augen erschütterter Zoobesucher in seinem Wasserbecken ertrank. Der Eisbär, der an den Folgen einer Virusinfektion gestorben war, wurde nur vier Jahre alt. Viele Fans hatten sich ein Denkmal mit Knut und Dörflein gewünscht, wie es der Brandenburger Bildhauer Mecky Ferber entworfen hatte. Doch solche Plastiken sind im Zoo nicht üblich. Erinnert wird dort lediglich an berühmte Zoo-Bewohner wie beispielsweise Gorilla Bobby und Nilpferd Knautschke – nicht aber an Mitarbeiter.

Das aus Spenden finanzierte Denkmal hat laut Ziolko etwas mehr als 15.000 Euro gekostet. „Es ist aber fast das Doppelte zusammengekommen“, sagt er. 150 Spender habe es gegeben, eine große Summe kam von einer Firma, die Gummibärchen herstellt. Den Betrag will Ziolko nicht nennen. Das überschüssige Geld, das nicht für das Denkmal gebraucht wird, soll in den Umbau der Bärenanlage fließen: „So haben wir es von Anfang an gesagt.“ Die Fördergemeinschaft finanziert mit ihrer Stiftung jährlich für rund 500.000 Euro verschiedene Projekte in Tierpark und Zoo.

In beide sollen auch Erlöse einer limitierten Replik des Knut-Denkmals fließen, die seit kurzem beim Verein zu haben ist. Das elf Zentimeter große Bärchen auf der Eisscholle ist aus weißem Kunststoff und entspricht in der Größe dem Modell, mit dem Tabachnyk den Wettbewerb gewonnen hat. Bereits im Frühjahr war eine Gedenkmedaille mit dem träumenden Knut herausgekommen. Von der Medaille zum Preis von 12 Euro, die auch an das 775.?Berliner Stadtjubiläum erinnert, fließen jeweils zwei Euro in die Förderung der beiden Tiergärten. Die Replik kann für 19,50 Euro beim Förderverein bestellt werden (Tel: 51?53?14?07) oder per Mail via info@freunde-hauptstadtzoos.de

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