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Berlin Brandanschlag auf politische Stiftung

Unbekannte haben einen Brandanschlag auf die Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin verübt. Ermittler vermuten die Täter in der linksextremistischen Szene. Der Staatsschutz ermittelt.

02.02.2010 07:02
Die durch einen Brandanschlag beschädigte Eingangstür der Stiftung Wissenschaft und Politik (02.02.2010). Foto: ddp

Berlin. Erneut haben Unbekannte Anschläge auf Gebäude in Berlin verübt. Ermittler vermuten die Täter in der linksextremistischen Szene. Bei einer Attacke auf die Stiftung Wissenschaft und Politik explodierten in der Nacht zu Dienstag im Stadtteil Wilmersdorf vier Gaskartuschen. Die renommierte Stiftung erstellt politische Analysen für den Bundestag. Unbekannte warfen zudem Farbbeutel gegen ein Bürohaus im Bezirk Mitte, in dem eine Firma sitzt, die Sicherheitssoftware herstellt. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt in beiden Fällen. Verletzt wurde niemand.

Zu dem Farbanschlag liege das Bekennerschreiben einer linksextremen Gruppierung vor, so die Polizei. Darin heiße es, die Attacke richte sich gegen den derzeit in Berlin tagenden Europäischen Polizeikongress. Die Farbbeutel sollen laut Polizei bereits am Wochenende geflogen sein. Sie waren am Montag entdeckt worden.

Immer wieder kommt es zu Farb- oder Brandanschlägen auf Gebäude oder Autos in der Hauptstadt, meist nachts. Die Täter sind schwer zu fassen. Erst im Dezember warfen Unbekannte Farbbeutel gegen das Bundeskanzleramt sowie Molotow-Cocktails gegen die Außenstelle des Bundeskriminalamtes im Stadtteil Treptow. Auch Büros von zwei Bundestagsabgeordneten waren damals angegriffen worden. Bekennerschreiben richteten sich gegen die Klimapolitik und den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. (dpa)

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