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„Aufstehen“ Die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“

Sahra Wagenknecht beschreitet mit ihrer Sammlungsbewegung „Aufstehen“ neue Wege. Alles Wichtige zum Thema „Aufstehen“ in Kürze.

„Aufstehen"
Sahra Wagenknecht geht mit einer neuen Sammlungsbewegung an den Start. Foto: dpa

Sahra Wagenknecht gab am 4. September 2018 den Startschuss für die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Die Fraktionschefin der Linken hofft, möglichst viele Mitglieder der Linken, SPD und Grünen mit ins Boot nehmen zu können. Die Ziele von „Aufstehen“ werden in den FAQs der Website erklärt: „Wir wollen etwas Neues: Keine Partei, sondern eine Bewegung für alle, die gemeinsam für unsere Ziele kämpfen wollen.“ Die neuesten Entwicklungen zu „Aufstehen“ im Überblick:

Unmut über Wagenknecht

Samstag, 10. November 2018: Wie geht es weiter mit Sahra Wagenknecht? Die migrationskritischen Äußerungen der 49-Jährigen und ihr Engagement in der Sammlungsbewegung #Aufstehen sorgen für Unruhe bei den Linken. Jetzt mehren sich in der Linksfraktion die Anzeichen für einen möglichen Sturz der Vorsitzenden Sahra Wagenknecht.

#Aufstehen braucht Zeit

Samstag, 3. November 2018: Die von Sahra Wagenknecht initiierte Sammlungsbewegung #Aufstehen plant einen Bundeskongress. Die inhaltliche Ausrichtung ist derweil noch offen.

Wagenknecht in der Bredouille

Samstag, 20. Oktober 2018: Der öffentliche Unmut darüber, dass Wagenknecht an der Demo #Unteilbar nicht teilnahm, wird zusehends größer. Zwar wächst #Aufstehen seit der Gründung stark, es gibt aber auch viel Unmut innerhalb der Bewegung. Der interne Unmut hat auch damit zu tun, dass Wagenknechts Skepsis gegenüber #Unteilbar nicht von allen bei #Aufstehen geteilt wird.

Wagenknecht macht bei #Unteilbar nicht mit

Mittwoch, 10. Oktober 2018: Zahlreiche Menschen kommen Mitte Oktober in Berlin zusammen, um unter dem Motto #Unteilbar gegen Aus- und Abgrenzung zu demonstrieren. Wer aber nimmt nicht teil? Sahra Wagenknecht und ihre Bewegung #Aufstehen. Schon im Vorfeld der Demo ist das ein Anlass für Stephan Hebel, einen Kommentar zu verfassen: „Linke Rechthaber“.  Dass es wegen der Nichtteilnahme Seitenhiebe gegen Wagenknecht setzt, darf niemanden verwundern.

Offizieller Start von „Aufstehen“

Dienstag, 4. September 2018: Am 4. September ist es offiziell soweit. Sahra Wagenknecht stellt ihre Sammelbewegung „Aufstehen“ vor. Anlass für FR-Autor Stephan Hebel, in einem Leitartikel von der koalitionsfähigsten Sahra Wagenknecht aller Zeiten zu sprechen. Der Start von „Aufstehen“ böte keinen Anlass, das Ganze von oben herab zu verwerfen. Zumindest habe der Start viele Vorwürfe nicht bestätigt. 

Anderseits bleiben die Ziele der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ auch am 4. September noch äußerst vage. Bei der Präsentation lässt Sahra Wagenknecht jedenfalls noch viele Fragen offen. Vor allem auch aus Wagenknechts eigener Partei ist Kritik zu hören: „Linken-Politiker, die da mitmachen, stellen unsere Partei in Frage“, sagt Sachsen-Anhalts Linken-Chef Andreas Höppner der FR. 

Wagenknecht verteidigt „Aufstehen“

Samstag, 11. August 2018: Im August prasselt wegen der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ viel Kritik auf Sahra Wagenknecht ein. Im FR-Interview vom 11. August verteidigt sie ihre Idee: Auf die Frage, warum sie „Aufstehen“ gegründet habe, gibt sie eine klare Antwort: „Weil ich finde, dass man dem Rechtsruck in Deutschland nicht einfach zuschauen darf. Die jetzige Situation muss sich ändern.“

„Aufstehen“ fehlt die Idee

Freitag, 10. August 2018: FR-Autor Holger Schmale sieht„Aufstehen“ kurz nach der Vorstellung der Pläne eher skeptisch: „Aufstehen“ könne man als ein letztes Aufbäumen einer links-liberalen politisch-gesellschaftlichen Mehrheit lesen, die inzwischen verloren gegangen sei, schreibt Schmale in einem Leitartikel am 10. August. Ein Kuriosum der Initiative für eine linke Sammlungsbewegung sei ja, dass hier nun genau jene für ein im weitesten Sinne rot-rot-grünes Bündnis werben, die bis dato solche Projekte in Form von Koalitionen stets kritisiert und, wo möglich, verhindert haben.

Ulrich von Alemann sieht kaum Chancen für „Aufstehen“

Donnerstag, 9. August 2018: Ulrich von Alemann gibt Wagenknechts Bewegung „Aufstehen“ im FR-Interview am 9. August wenig Chancen. Eine echte Bewegung erwachse von unten, sagt der Politologe. Sie werde nicht von oben mit einer penibel geplanten PR-Strategie ins Leben gerufen: „Wagenknecht befindet sich auf einem Irrweg.“

Antje Vollmer ist bei „Aufstehen“ dabei

Dienstag, 7. August 2018: Die Grüne Ante Vollmer findet „Aufstehen“ von Beginn an gut. Zusammen mit den Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Linke) und Marco Bülow (SPD) veröffentlicht sie Anfang August im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ einen gemeinsamen Text. Warum sie das tut? Weil man dem wachsenden Druck von Rechtsaußen einen Druck von links entgegensetzen müsse. Die FR stellt die Streiterin für ein linkes Wir am 7. August in einem Porträt vor.

„Aufstehen“ kann viel bewegen

Montag, 6. August 2018: Die Kritik an „Aufstehen“ ist harsch: Der Grüne Volker Beck twittert, der Hashtag „Aufstehen“ klinge irgendwie nach „Erwache“. FR-Kommentator Stephan Hebel hält es dagegen für unterirdisch, Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung „Aufstehen“ mit Nazis zu vergleichen. Aber er fragt in seinem Kommentar am 6. August auch: Kann sie schon Teil eines freiheitlichen linken Projekts sein?

„Aufstehen“ legt holprigen Start hin

Samstag, 4. August 2018: Der Start ist holprig. Als „Aufstehen“ am 4. August mit einer eigenen Plattform online geht, erntet Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht dafür scharfe Kritik – auch aus den eigenen Reihen. Viele Ziele blieben zunächst schwammig – so wie auch die Haltung zur Flüchtlingspolitik. Es gehe ihr nicht um die Gründung einer neuen Partei, sagt Wagenknecht, aber durchaus um „andere parlamentarische Mehrheiten, weil wir eine andere Regierung wollen“.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Aufstehen

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