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Attentäter von Oslo und Utøya Breivik angeblich in Hessen kontrolliert

Die Polizei kontrolliert Anders Breivik, den späteren Attentäter von Oslo und Utøya, laut einem Fernsehbericht 2009 in Hessen. Obwohl er mit Munition und Waffenteilen erwischt wird, lassen ihn die Behörden weiterfahren.

Zeitungscover vom Juli 2011 zeigen den norwegischen Terroristen Anders Breivik nach den tödlichen Anschlägen von Oslo und Utøya. Foto: Imago

Der rechtsradikale norwegische Attentäter Anders Breivik soll zwei Jahre vor der Tat in Deutschland kontrolliert worden sein – mit Waffenteilen und Munition im Auto. Die Polizei habe einen Teil davon beschlagnahmt, Breivik aber weiterfahren lassen, berichtete der Filmemacher Daniel Harrich in dieser Woche in einer Dokumentation des Senders Arte unter dem Titel „Waffen für den Terror“. Das Bundeskriminalamt (BKA) überprüft die Informationen. Derzeit wisse man nicht sagen, ob die Darstellung zutreffe, teilte eine Sprecherin am Donnerstag der FR mit.

Dem Dokumentarfilmer Harrich hatte des BKA gesagt, es könne keine Auskunft geben wegen des Schutzes persönlicher Daten, der auch für Breivik gelte. Der Rechtsextremist hatte am 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen getötet. Er sitzt in Haft.

Nach Harrichs Angaben soll Breivik im Jahr 2009 auf der Autobahn in der Nähe des hessischen Wetzlar kontrolliert und eine Zeitlang festgehalten worden sein, ehe er weiterfahren durfte.

Fahrt aus Südosteuropa

Er habe sich auf dem Rückweg aus einem südosteuropäischen Land befunden. Der Filmemacher Harrich beruft sich auf mehrere ungenannte Quellen in den Behörden, die gut informiert seien. Nach Harrichs Angaben sollte das BKA die Daten an die norwegischen Sicherheitsbehörden weitergeben.

Dort seien sie aber nie angekommen. Harrich sagte der FR, er wisse nicht, welche Sicherheitsbehörde auf der Autobahn kontrolliert habe. Das könne der Zoll ebenso wie Bundes- oder Autobahnpolizei oder die hessische Polizei gewesen sei. Das hessische Landeskriminalamt (LKA) teilte auf Anfrage mit, man habe sämtliche Auskunftssysteme abgeprüft. „In Hessen ist dazu kein Vorgang abgelegt“, sagte ein Sprecher. Das LKA gehe daher davon aus, „dass nicht die hessische Polizei kontrolliert hat“.

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