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Angriff auf Obdachlosen in Berlin „Es wäre gut, wenn man sie loswürde“

Sieben junge Männer versuchen, einen Obdachlosen anzuzünden. Die Reaktionen auf die Attacke im U-Bahnhof Schönleinstraße sind eindeutig.

Der Angriff auf einen Obdachlosen sorgt für Entsetzen. Foto: dpa

Das Jahr endet, wie es begonnen hat: mit Straftaten, die nicht nur von Flüchtlingen begangen werden, aber eben auch von ihnen. Da waren die sexuellen Übergriffe von Köln, die Axtattacke von Würzburg und der Selbstmordanschlag von Ansbach, die Vergewaltigung mit anschließendem Mord in Freiburg, der Lastwagenangriff vom Berliner Breitscheidplatz und nun der Versuch, einen Obdachlosen im U-Bahnhof Schönleinstraße anzuzünden, augenscheinlich begangen durch sechs Syrer und einen Libyer. Die Frage ist erneut: Wie kann das sein? Und: Was folgt?

Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Lengsfeld sagte dieser Zeitung: „So wie es sich darstellt, ist der Vorfall sehr schwer wiegend. Denn da hat eine Gruppe offenbar eine wehrlose Person attackiert.“ Für Schlussfolgerungen sei ihm der Erkenntnisstand „noch zu dünn“. Fest steht für Lengsfeld aber eins: Der Vorfall und seine Aufklärung seien „ein schlagender Beweis dafür, dass wir zur Aufklärung von Straftaten Videoüberwachung brauchen“.

Die langjährige Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John erklärte: „Man schluckt und fragt sich, wie es dazu kommen kann, dass man als Gruppenvergnügen einen Menschen verbrennen will. Das ist  nicht zu begreifen.“ Im Übrigen müsse man sich zwar vergegenwärtigen: „Diese Menschen machen das nicht, weil sie Flüchtlinge sind – sondern weil sie so sind, wie sie sind: jung und verroht. Allerdings müssen wir zugeben können, dass mit den Flüchtlingen eben auch Kriminelle und Psychopathen zu uns kommen.“ Johns Fazit lautet: „Die Tatverdächtigen werden hoffentlich ein Strafverfahren kriegen. Und dann müssen sie verurteilt werden. Es wäre gut, wenn man sie anschließend wieder loswürde. Denn wenn das so anfängt, wo soll das enden?“

Dem schließt sich der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, an. „Das ist eine verabscheuungswürdige Tat“, sagte er dieser Zeitung. Jetzt gelte es, in Erfahrung zu bringen, welchen Status die Täter hätten. „Die Reaktion kann nach einem Urteil nur die Rückführung sein.“ Wer nach Deutschland komme, der müsse sich an die Spielregeln halten. Da gebe es keinen Rabatt.

Zwar hat ein Lagebericht des Bundeskriminalamts im Sommer ergeben, dass die Zahl der Straftaten von Flüchtlingen zeitweilig sogar zurückging, während die Zahl der Flüchtlinge wuchs. Syrer, so fand das BKA weiter heraus, waren unter den Urhebern unterrepräsentiert. Freilich wird Kriminalität umso aufmerksamer registriert, sobald Flüchtlinge sie begehen – zumal wenn es sich wie jetzt um schwere Kapitalverbrechen handelt.

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