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Andrew Brunson USA verhängen Sanktionen gegen Türkei

2. UpdateUS-Pastor Andrew Brunson ist in der Türkei inhaftiert und steht nun unter Hausarrest. Als Reaktion verhängen die USA Sanktionen gegen zwei türkische Minister.

01.08.2018 19:50
Türkei
Polizisten bewachen das Apartment von Andrew Brunson in Izmir (Türkei) Foto: afp

Im Streit um Brunson hat die türkische Regierung immer wieder auf die Unabhängigkeit der Justiz in dem Land verwiesen. Dass die USA wegen des Falls nun Sanktionen gegen Mitglieder der türkischen Regierung verhängen, deutet darauf hin, dass die US-Regierung die Unabhängigkeit der türkischen Justiz in Zweifel zieht. Sanders sagte, Trump und Erdogan hätten mehrfach über den Brunson gesprochen.

Trump hatte bereits im vergangenen April auf Twitter kritisiert, Brunson werde in der Türkei „ohne Grund“ verfolgt. Im Juli hatte der US-Präsident bemängelt, der Pastor werde „schon viel zu lange als Geisel gehalten“. Am vergangenen Dienstag hatte er mit „großen Sanktionen gegen die Türkei“ gedroht. Zwischen der Bundesregierung und der Regierung in Ankara war im vergangenen Jahr eine Krise um die Inhaftierung deutscher Staatsbürger eskaliert.

Schon vor Verhängung der US-Sanktionen hatte deren Androhung die türkische Landeswährung Lira am Mittwoch auf weitere Rekordtiefstände geschickt. Der US-Dollar stieg im Verhältnis zur Lira in der Spitze bis auf den historischen Höchststand von 4,9985 Lira. Der Euro-Kurs kletterte auf einen Rekordwert bei 5,8323 Lira. Beide Währungen legten zur Lira damit um über ein Prozent zu. Die Sanktionen könnten die bereits angeschlagene türkische Wirtschaft hart treffen. (dpa)

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