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AfD Partei ohne Alternative

Die AfD befindet sich in einem unauflösbaren Dilemma: Sollen sie sich mäßigen, um der Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu entgehen, oder nicht? Der Kommentar.

Alexander Gauland
Die kolportierte Reaktion von Parteichef Alexander Gauland auf das Gutachten, das den Politikern der rechten Partei zur Mäßigung rät: Würde man alle Empfehlungen umsetzen, könne man die AfD auch gleich auflösen. Foto: rtr

Die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz wird immer wahrscheinlicher. Die Frage, wie die Partei damit umgehen soll, rührt an ihren Markenkern.

Entweder die Partei bleibt auf ihrem Kurs und nimmt die Geheimdienst-Beobachtung hin – dann muss sie damit rechnen, zumindest im Westen nicht mehr über die Werte bei den bayerischen und hessischen Landtagswahlen hinauszukommen. Oder sie führt einen zermürbenden Kampf gegen jene Begriffe, die ihr Führungspersonal aus der Büchse des Unsagbaren gelassen hat: „Umvolkung“, „Volksverräter“, „Messermigranten“ und so weiter. Bei dieser Option aber gilt, was Parteichef Alexander Gauland im Bundesvorstand gesagt haben soll: „Dann können wir uns selbst auflösen.“

Die AfD hat keine Alternative mehr. Ein gutes Zeichen ist das nicht unbedingt. Denn die Wahlkämpfe des Jahres 2019 wird sie härter und radikaler führen als alle zuvor. Schafft sie es in einem der drei Länder auch nur in die Nähe von Regierungsverantwortung, bleibt sie auch bundesweit eine feste Größe. Ansonsten wartet auf sie ein Dasein in der rechtsradikalen Nische. 

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