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AfD Krefeld AfD vergleicht sich mit verfolgten Juden

Der Kreisverband der AfD-Krefeld vergleicht die Lage der Parteimitglieder und Sympathisanten mit der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. AfD-Mitglieder müssten bald einen "blauen Stern" tragen, heißt es.

15.03.2016 07:33
Die Partie ist vorbei: Jetzt geht die rechtspopulistische AfD wieder zur Tagesordnung über. Foto: AFP

Ein Vergleich der eigenen Lage mit der Judenverfolgung durch die Krefelder AfD erregt die Gemüter. Am Dienstag berichtete die "Rheinische Post" über einen Facebook-Post des Kreisverbandes von Anfang März. Darin sagte die Partei voraus, dass AfD-Mitglieder bald einen "blauen Stern" tragen müssten - eine Anspielung auf die Rassengesetze von 1935, nach denen Juden in Deutschland einen gelben Stern tragen mussten.

Hintergrund ist der Zeitung zufolge der Ausschluss eines AfD-Mitgliedes aus der Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt wegen dessen Partei-Zugehörigkeit. Die Krefelder AfD kommentierte das auf ihrer Facebook-Seite mit den Worten: "Und immer weitere Berufsverbote für AfDler kommen hinzu. Freuen Sie sich schon auf den blauen Stern? Wir wissen: Wir werden den Stern wie eine Auszeichnung tragen! Bis zum bitteren Ende!"

Verharmlosung der Schoah

Der Kreisverband reagierte unterdessen bereits auf den Bericht. Auf der Facebook-Seite ist der Zeitungsartikel verlinkt. Dazu passe, so die AfD, dass die BVB-Freunde Deutschland AfD-Mitglieder und -Wähler "ausschließen wollen, falls diese sich zur Partei bekennen, da Sympathien für die AfD nicht mit der Satzung des Fanclubs vereinbar seien. Endscheiden Sie selbst an was Sie dieses Vorgehen erinnert", so der Kreisverband.
Die Kommentare von Nutzern des Sozialen Netzwerks sind gespalten: Manche werfen der AfD eine Verharmlosung der Schoah vor. Andere meinen, es gehe im aktuellen Fall "eindeutig um Ächtung und Verfolgung". (kna)

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