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Abschuss Su-24 Erdogan will Beweise von Putin

Am Rande des Klimagipfels in Paris wirft Kreml-Chef Putin der Türkei vor, den russischen Bomber abgeschossen zu haben, um Öl-Lieferungen des "IS" zu schützen. Erdogan weist die Vorwürfe zurück.

30.11.2015 22:24
Erdogan auf dem Klimagipfel in Paris Foto: AFP

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Vorwürfe Moskaus zurückgewiesen, wonach die Türkei Ölgeschäfte mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) betreibt. Die Türkei beziehe Öl und Gas lediglich aus legalen Quellen wie beispielsweise Russland, sagte Erdogan am Montagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu am Rand der internationalen Klimakonferenz in Paris. Erdogan forderte Putin auf, Beweise für seine Behauptung vorzulegen. Sollte es solche Beweise geben, werde er von seinem Amt zurücktreten.

Wladimir Putin hatte der Türkei bewusste Schützenhilfe für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen. Mit dem Abschuss eines russischen Bombers habe Ankara den Ölhandel des IS sichern wollen, hatte Putin nach einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP am Rande der internationalen Klimakonferenz im Pariser Vorort Le Bourget formuliert.

"Wir haben jeden Grund zu glauben, dass die Entscheidung zum Abschuss unseres Flugzeug von dem Willen bestimmt war, die Öl-Lieferrouten zum türkischen Territorium zu sichern", sagte Putin demnach. Bereits davor hatte Putin zudem einen Wunsch seines türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan nach einem direkten Gespräch über den Vorfall am Rande der Klimakonferenz abgelehnt.

Die Luftwaffe des Nato-Landes Türkei hatte den russischen Bomber am vergangenen Dienstag an der türkisch-syrischen Grenze abgeschossen. Seither sind die Beziehungen zwischen den Ländern angespannt. Am Dienstag wollen die Außenminister der Nato-Staaten in Brüssel unter anderem über die schwierigen Beziehungen zu Russland beraten.

Nach türkischer Darstellung hatte der russische Bomber den Luftraum verletzt. Russland dagegen hat erklärt, dass die Maschine syrisches Gebiet nicht verlassen habe. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat russische Vorwürfe, wonach sein Land mit dem IS Ölgeschäfte macht, bereits zurückgewiesen. Dies sei Verleumdung. Die Türkei kaufe Öl nur von bekannten Anbietern, hatte Erdogan in der vergangenen Woche erklärt.

Um die Situation nach dem Abschuss und die Lage in Syrien ging es nach Angaben eines deutschen Regierungssprechers auch bei einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan am Rande des Gipfels. (afp/dpa/rtr)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Syrien
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