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Zugunglück Hordorf Bewährungsstrafe für den Lokführer

Zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt das Landgericht Magdeburg einen Lokführer, der im Januar 2011 zwei Haltesignale überfahren hatte. Bei dem Unglück starben zehn Menschen.

28.11.2012 10:34
Der angeklagte Lokführer im Landgericht Magdeburg. Foto: dapd

Im Prozess um das schwere Zugunglück von Hordorf mit zehn Toten ist der angeklagte Lokführer zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Magdeburg befand den 41-Jährigen am Mittwoch der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung sowie des „gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“ für schuldig. Bei dem Unglück am 29. Januar 2011 waren zehn Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden.

Das Gericht folgte mit seinem Urteil den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Ein Vertreter der Nebenklage hatte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren gefordert.

Das Unglück von Hordorf war eine der schwersten Zugkatastrophen in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten. Der Lokführer hatte bei Hordorf in Sachsen-Anhalt zwei Haltesignale überfahren, auf eingleisiger Strecke bei Nebel prallte sein Güterzug frontal mit einem Personenzug zusammen. Unter den Toten im Harz-Elbe-Express (HEX) waren vier Mädchen und Frauen im Alter von zwölf bis 61 Jahren sowie sechs Männer zwischen 33 und 74 Jahren. Auch der Lokführer des Personenzuges und eine Zugbegleiterin waren unter den Toten. (afp)

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