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Zittern auf Mallorca Finanzkrise bremst Touristenstrom

"Leicht optimistisch" sei er, verkündete der Tourismusminister der spanischen Balearen-Urlaubsinseln jüngst - die Wirklichkeit sieht anders aus. Von Ralph Schulze

03.04.2009 00:04
RALPH SCHULZE
Mallorcas Hoteliers zittern, die Buchungszahlen sind im Keller. Foto: ddp

Palma. "Leicht optimistisch" sei er, verkündete Miquel Nadal, Tourismusminister der spanischen Balearen-Urlaubsinseln jüngst - die Wirklichkeit sieht anders aus. Mallorcas Hoteliers zittern, die Buchungszahlen sind im Keller. Schlechte Vorzeichen für die Frühlings- und Sommersaison. Viele Herbergen wollen mangels Touristen nicht mal über Ostern öffnen.

Die nun auf Mallorca spürbare Tourismuskrise hat freilich auch Vorteile für die Freunde dieser beliebtesten Ferieninsel Europas: Schnäppchen mehren sich. Zweistellige Rabatte sollen die Betten doch noch füllen. Auch in die Mallorca-Werbung wird viel Geld gesteckt, um der Krise entgegenzusteuern. Spaniens Tennis-Star Rafael Nadal, gebürtiger Mallorquiner, wurde angeheuert. "Diese Insel ist mein Zuhause. Ich lade dich ein, sie kennenzulernen", lockt er.

Zwar gingen im vorigen Jahr die Urlauberzahlen auf den Balearischen Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera nur leicht um ein Prozent zurück. Doch die ersten Monate 2009 lassen Schlimmes befürchten: Hoteliers und Reiseveranstalter melden zweistellige Rückgänge. Vor allem spanische Familien bleiben aus.

2008 besuchten rund 13 Millionen Urlauber die Balearen, davon knapp zehn Millionen Mallorca. Die Deutschen stellen mit knapp einem Drittel die stärkste Besuchergruppe, danach kommen die Briten mit etwa 25 Prozent. Das stärkste Wachstum gab es mit russischen Touristen; manche Balearen-Restaurants haben schon Speisekarten auf Russisch.

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