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Wintersturm „Nemo“ nicht ganz so wütend

Wintersturm „Nemo“ bestätigt die schlimmsten Vorhersagen zwar nicht, dennoch sterben zehn Menschen.

10.02.2013 16:38
Ja-Wort im Sturm: Greg Beal and Karen Willis Beal. Foto: AP/Bonnie Harrison

Aufatmen an der US-Ostküste nach dem Durchzug von „Nemo“: Der Wintersturm hat zwar eine dicke Schneedecke über die Region zwischen Maine und New Jersey gelegt, aber die schlimmsten Vorhersagen sind nicht eingetroffen. Metropolen wie Boston und New York kamen glimpflich davon. Schlimmer traf es ländliche Regionen, besonders in Massachusetts und Connecticut. Einige Küstenregionen mussten wegen Überschwemmungen evakuiert werden. Zehn Menschen kamen ums Leben.

Der Wintersturm „Nemo“ war in der Nacht zum Sonnabend (Ortszeit) mit heftigen Schneefällen und einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern über den Nordosten der USA hinweggerollt und hatte das öffentliche Leben zeitweise lahmgelegt. Mehr als 650.000 Haushalte und Betriebe waren ohne Strom – und viele bei eisigen Temperaturen auch ohne Heizung. Mehr als 5.000 Flüge und alle Zug- und Busverbindungen mussten gestrichen werden. Für fünf Staaten riefen die Behörden den Ausnahmezustand aus, 5000 Nationalgardisten waren alarmiert. Auf Autobahnen und Straßen ging nichts mehr. Hunderte Menschen saßen stundenlang in ihren Autos fest. Innenstädte von Metropolen wie New York und Boston wirkten zeitweise wie verwaist. Der Schnee türmte sich in einigen Gegenden auf fast 90 Zentimeter.

„Glück gehabt“

Sturm und Stromausfälle trafen auch Gebiete, die vor drei Monaten vom Hurrikan „Sandy“ teilweise verwüstet worden waren. Damals waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen.

Auch von „Nemo“ hatte man Schlimmes erwartet. Meteorologen hatten gewarnt, der Sturm könne historische Ausmaße annehmen, sehr viele Menschenleben kosten und das öffentliche Leben über Tage lahmlegen. Doch schon am Sonnabend zeigte sich vielerorts wieder die Sonne, nachdem „Nemo“ auf den Atlantik hinausgezogen war. Flughäfen nahmen den Betrieb wieder auf, Räumtrupps befreiten Straßen vom Schnee. „Wir haben Glück gehabt“, sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg und sein Kollege aus Boston, Thomas Menino, stimmte zu. „Ich bin froh, berichten zu können, dass die Stadt den Sturm gut überstanden hat.“ (dpa)

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