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Winterdienst Wieder wird das Streusalz knapp

Einzelne Kommunen schränken den bereits Winterdienst ein. In Frankfurt wird bis auf Weiteres ein Gemisch aus Splitt und Salz gestreut.

16.12.2010 16:54
Dank Winterdienst können Menschen sich freie Straßen einstellen. Foto: dpa

Der anhaltende Schneefall stellt den Winterdienst in vielen Kommunen vor wachsende Probleme. Immer mehr Städte und Gemeinden melden einen Streusalz-Engpass, vielerorts musste der Winterdienst bereits eingeschränkt werden.

Im bayerischen Regensburg kann wegen Streusalz-Mangels seit Mittwoch nur noch ein eingeschränkter Winterdienst fahren. „Wir versuchen mit Hochdruck, in ganz Europa Salz zu ordern“, sagt Regensburgs dritter Bürgermeister, Joachim Wolbergs (SPD). Die Räumfahrzeuge hätten in den ersten Dezemberwochen rund 1000 Tonnen Streusalz ausgebracht. Damit seien bereits zwei Drittel der Jahresvorräte erschöpft. Ab sofort würden deshalb nur noch Gefahrenbereiche wie Steigungen, Kreuzungen und Rettungswege mit Streusalz rutschsicher gemacht, kündigte Wolbergs an.

Salzmangel herrscht auch im Bayerischen Wald. In der Stadt Regen etwa wurde bereits die Hälfte der eingelagerten Streusalzvorräte verbraucht. Der Leiter des Regener Bauhofs sagte: „Unser Lieferant nimmt bis Jahresende keine Bestellung mehr entgegen. Wenn wir Pech haben, werden wir erst in der zweiten Februarhälfte wieder beliefert.“

Probleme gibt es auch in Nordrhein-Westfalen, etwa in Bonn, Münster oder Schwerte. „Wir fühlen uns vom Lieferanten im Stich gelassen“, sagte der Leiter des Bauhofs in Olsberg im Hochsauerlandkreis, Bernd Pape. Dabei habe ihm der Hersteller im September versichert, man habe aus dem letzten Winter gelernt.

Lieferengpässe beklagt auch die Stadt Frankfurt am Main. Derzeit sei zwar noch Streusalz vorrätig, aber bis auf Weiteres werde ein Gemisch von Splitt und Salz gestreut, sagte ein Sprecher der Frankfurt Entsorgungs- und Service GmbH (FES).

Auch im Münsterland wird das Salz knapp. Der Kreis Steinfurt kann seine Kommunen schon nicht mehr beliefern. „Wir können vorerst nur die großen Kreisstraßen streuen“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. ( dapd/dpa/FR)

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