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Umweltkatastrophe Papst Franziskus äußert Mitgefühl für Oper von El Niño

Auch andere „Stürme“, wie etwa die organisierte Kriminalität, seien zerstörerisch.

20.01.2018 20:38
Papstbesuch in Peru
An der Strandpromenade des Badeortes Huanchaco in Trujillo hält Papst Franziskus seine erste öffentliche Messe in Peru vor Hunderttausenden Gläubigen. Foto: Vatican Media pool

Papst Franziskus hat in Peru Mitgefühl für die Opfer von Unwettern im Zusammenhang mit dem Klimaphänomen El Niño geäußert. „Ihr wurdet von dem Phänomen El Niño schwer getroffen“, sagte der Pontifex am Samstag bei einer Messe am Strand von Huanchaco vor rund 200.000 Gläubigen. „Dessen schmerzhafte Folgen sind in zahlreichen Familien noch immer spürbar, vor allem bei Familien, die ihre Häuser noch nicht wieder aufbauen konnten. Deshalb wollte ich hier mit euch beten.“

Der Papst machte in seiner Predigt auch auf „andere Stürme“ aufmerksam, die „ebenso zerstörerisch“ seien wie die Unwetter: „Diese Stürme heißen organisierte Kriminalität“, sagte Franziskus. Die Folgen seien Morde und Unsicherheit, hinzu kämen fehlende Bildungs- und Berufsperspektiven, vor allem bei den Jüngeren. Dies verhindere „den Aufbau einer Zukunft in Würde“.

Franziskus war am Samstag in der Küstenstadt Trujillo 560 Kilometer nördlich der peruanischen Hauptstadt Lima eingetroffen, nachdem er am Freitag unter anderem Ureinwohner im peruanischen Amazonasgebiet getroffen hatte. Im nahe gelegenen Surferparadies Huanchaco am Pazifik wurde er überschwänglich empfangen. Dicht gedrängt lauschten die Gläubigen der Predigt des 81-jährigen Argentiniers. Noch mehr Begeisterung löste er aus, als er die Namen aller Heiligen aufzählte, die in der Region verehrt werden.

Nach der Messe ließ sich der Papst im „Papamobil“ durch die Straßen des Viertels „Buenos Aires“ im Süden von Trujillo fahren, das von Überschwemmungen im April 2017 schwer getroffen wurde.

Peru hatte im vergangenen Jahr unter heftigem Regen. Überschwemmungen und Erdrutschen gelitten. Die Unwetter richteten vor allem im Norden und im Zentrum des Landes große Zerstörungen an. Wissenschaftler führen die Unwetter auf El Niño zurück. Dabei sammeln sich warme Wassermassen im zentralen und östlichen Pazifik, die Folge sind weltweite Wetterextreme. (afp)

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