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Ultimate Fighting Viel Blut im Ring

13.000 Besucher sehen die umstrittene Kampfshow. Es geht Schlag auf Schlag, zwölf Duelle, alles perfekt inszeniert. Blut fließt reichlich. Von Susanne Rohlfing

15.06.2009 00:06
SUSANNE ROHLFING
Schwergewicht, Stefan Struve (Niederlande) gegen Denis Stojnic (Bosnien-Herzegowina). Foto: ddp

Köln. Laut ist es. So laut, dass Kopf und Ohren schmerzen. Und dunkel ist es. Nur in der Mitte der Arena strahlt gleißend helles Scheinwerferlicht auf das "Octagon", das Maschendraht-Achteck, das Markenzeichen der Ultimate Fighting Championship (UFC). Am Samstag debütierte die in Las Vegas beheimatete Show der kombinierten Kampfkünste in der Kölner Lanxess-Arena. Rund 13.000 Zuschauer waren dabei - trotz heftiger politischer Diskussionen im Vorfeld.

Kritiker werfen der UFC vor, niedere menschliche Gelüste nach Gewalt zu befriedigen. Dana White, der die Rechte an der UFC 2002 gemeinsam mit zwei Casino-Milliardären erwarb, sagt: "Wir hatten noch nie einen Todesfall und keine wirklich schwerwiegenden Verletzungen." Die UFC sei auf Tour, "um zu zeigen, dass wir ein echter Sport mit echten Athleten und keine Barbaren sind".

In den "Mixed Martial Arts" werden Elemente verschiedenster Kampfsportarten genutzt, etwa Boxen, Ringen, Kickboxen, Judo oder Jiu-Jitsu. Handelt sich einer der Kämpfer eine Wunde ein, überprüft ein Ringarzt, wie schwerwiegend sie ist. "Das sieht meistens schlimmer aus als es ist", sagt Jacob Duran, der Cut-Man der UFC - zuständig dafür, Blutungen zu stoppen und kleinere Blessuren zu behandeln. "Heute war da mehr Blut als an einem durchschnittlichen Abend", sagt er. Blut fließt in der Tat reichlich. Gegen Ende ist der Boden im Achteck mit roten Mustern überzogen. Es geht Schlag auf Schlag, zwölf Duelle, alles perfekt inszeniert.

"Die kurzzeitigen Verletzungen sind in der UFC schlimmer als beim Boxen", sagt Duran. "Die Langzeitschäden sind aber sicherlich kleiner." Es werde weniger zum Kopf geschlagen und somit das Gehirn weniger durchgeschüttelt als beim Boxen.

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