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UFO in Bremen Polizei ermittelt nach UFO-Sichtung

Nachdem ein nicht identifiziertes Flugobjekt den Flugverkehr in Bremen gestört hat, nimmt die Polizei die Ermittlungen auf. Eine Streifenwagenbesatzung, die das Flugobjekt gesehen hat, spricht von einem "hubschrauberähnlichen Objekt mit einem oder mehreren Strahlern".

Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) bei der Arbeit. Foto: dpa

Ein nicht identifiziertes Flugobjekt hat in der Nacht zum Dienstag am Bremer Flughafen für Aufsehen gesorgt und den Flugverkehr gestört. Etwa drei Stunden lang war das unbekannte Flugobjekt mehrmals kurzzeitig auf dem Radar der Deutschen Flugsicherung zu sehen, zwischenzeitlich konnte es sogar durch ein Fernglas gesehen werden. Eine Streifenwagenbesatzung, die das Flugobjekt ebenfalls beobachtet hat, beschreibt es als „hubschrauberähnliches Objekt, versehen mit einem oder mehreren Strahlern“, teilt ein Sprecher der Bremer Polizei mit.

Wegen des UFOs wurde der Flugverkehr in Bremen vorübergehend eingestellt, ein Flug aus Frankfurt wurde gestrichen, eine Maschine nach Hannover umgeleitet.

Ermittlungen wegen "gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr"

Worum es sich bei dem Objekt handelt, ist bisher unklar. Ein Polizeihubschrauber, der den Luftraum noch am Montagabend nach dem UFO absuchte, wurde nicht fündig. „Wir wissen immer noch nicht, was das war. Aber es war was da“, sagt ein Polizeisprecher. Spekulieren, ob es sich vielleicht um einen Hubschrauber, eine Drohne oder ein anderes Luftfahrzeug gehandelt hat, möchte man bei der Polizei nicht. „Wir warten die Ermittlungen ab“, heißt es. Denn Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr hat die Polizei mittlerweile aufgenommen.

„Das ist eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden“, erklärt ein Polizeisprecher. An verwertbaren Hinweisen mangelt es jedoch noch, Fotos oder Filme sind bei den Beamten bisher nicht eingegangen.

UFO-Sichtung in Sachsen

An einen ähnlichen Fall mit mehreren Augenzeugen kann sich bei der Polizei in Bremen niemand erinnern. In einer anderen Region Deutschlands sorgte dagegen erst vor wenigen Tagen ein vermeintliches „UFO“ für Aufsehen: Ein Anwohner hatte im sächsischen Neumark bei Zwickau ein zeppelinartiges Objekt gesichtet, das im Sinkflug auf einem Feld niederging. Am nächsten Tag folgte die Entwarnung: Es handelte sich um einen ferngesteuerten Modell-Zeppelin, der bei einem Flugversuch außer Kontrolle geraten war.

Neben Flugobjekten wie Drohnen, Modell-Flugzeugen oder in die Atmosphäre eintretende Endstufen von Raketen werden auch Naturphänomene immer wieder für UFOs gehalten. Dazu zählen bestimmte linsenförmige Wolkenformationen, Polarlichter, Meteore und Kugelblitze, aber auch die Reflexion von Sonnenlicht an Iridium-Satelliten. (mit dpa)

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