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Trennungsgerüchte Sinclair bestätigt Trennung von Strauss-Kahn

Erstmals bestätigt Anne Sinclair, Ehefrau des Ex-IWF-Chefs Strauss-Kahn, die kursierenden Gerüchte um eine Trennung. In einem Interview betont Sinclair, dass es ihr derzeit sehr gut gehe.

Anne Sinclair am Arm ihres Gatten während des Prozesses in USA. Foto: AFP

Erstmals bestätigt Anne Sinclair, Ehefrau des Ex-IWF-Chefs Strauss-Kahn, die kursierenden Gerüchte um eine Trennung. In einem Interview betont Sinclair, dass es ihr derzeit sehr gut gehe.

Was hat diese Liebe nicht schon alles überlebt. Andere Ehen mögen Marmor, Stein und Eisen überdauern und erst durch den Tod geschieden werden. Doch dieser Bund fürs Leben schien für die Ewigkeit gemacht. Was sollte Anne Sinclair (64) und Dominique Strauss-Kahn (63) denn jetzt noch auseinanderbringen? Härtere Belastungsproben als diejenigen, die das Ehepaar gemeistert hatte, sind schwer vorstellbar.

Masochismus? Emanzipation?

Untreue, Seitensprünge, Eifersucht? Lächerlich. Darum ging es nicht. Wahre Crashtests hatten die zwei zu bestehen. Als Triebtäter stand der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds am Pranger. Ein New Yorker Zimmermädchen bezichtigte DSK, wie er oft genannt wird, im Mai 2011 der Vergewaltigung, eine französische Journalistin erstattete ein paar Monate später Anzeige wegen sexueller Nötigung. Im März dieses Jahres leitete die Staatsanwaltschaft auch noch ein Verfahren wegen Zuhälterei ein. Und was tat die Gattin? Sie hielt zu ihm, besuchte ihn in der Untersuchungshaft, hinterlegte Kautionen, holte ihn von Verhören ab, umarmte ihn im Blitzlichtgewitter der Paparazzi.

Masochismus? Wahre Emanzipation? Während Soziologen, Psychologen, Politologen und Feministinnen über die Beweggründe der Gattin debattierten, Mitleid bekundeten oder Hochachtung, belehrte die Getreue die Fachwelt eines Besseren: Liebe sei es, stellte sie klar. Und eine Familienangehörige setzte nach: „Sie wird alles, aber wirklich alles für ihn tun.“

Aber selbst ewige Liebe kann Schaden nehmen. Trennungsgerüchte waren schon vor einiger Zeit aufgekommen. Am Freitag haben sie sich zur Gewissheit verdichtet. Ein Journalist der Zeitung Le Parisien wollte von Anne Sinclair wissen, wie ihr Privatleben seit der Trennung verlaufe. Trennung? Die Befragte hat weder dementiert noch protestiert. „Ich sehe gut aus, ich habe Urlaub gemacht, ich arbeite wieder hart“, hat sie geantwortet. Sie habe ein sehr enges Verhältnis zu ihren sechs Kindern.

Als das Blatt Ende vergangenen Jahres verkündet hatte, das Wort Scheidung sei für Anne Sinclair nicht mehr tabu, war sie entrüstet vor den Richter gezogen und hatte Strafanzeige wegen Verletzung der Privatsphäre erstattet. Jetzt ist der Widerstand offenbar gebrochen, die Trennung vollzogen und der Blick nach vorne gerichtet.

Und so ist alles wieder wie damals, bevor sie einander kennenlernten. Anne Sinclair verbreitet Glanz, Dominique Strauss-Kahn nicht. Anfang 1989, als jeder noch seiner Wege ging, war die Juristin und Journalistin ein Fernsehstar. Im Politmagazin „7 sur 7“ nahm sie Politiker vom Format eines Bill Clinton, Michael Gorbatschow oder Helmut Kohl ins Gebet und entlockte den Studiogästen mit amüsiert-charmantem, liebevoll-neugierigem Blick, was sie eigentlich nicht sagen wollten. Strauss-Kahn war der weithin unbekannte Vorsitzende der Finanzkommission des Parlaments.

Beliebteste Französin

Heute macht Anne Sinclair als Chefredakteurin der französischen Ausgabe des Nachrichtenportals Huffington Post Furore. Mit der prominentesten Bürgerin des Landes als Aushängeschild dürfte die bereits erfolgreich nach Großbritannien exportierte Nachrichtenportal bald auch in Frankreich beeindruckende Klickzahlen erzielen. Laut Umfragen ist sie die beliebteste Französin schlechthin. Mit Strauss-Kahn will niemand mehr etwas zu tun haben. Nicht einmal mehr Anne Sinclair.

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