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Tief „Sebastian“ Erster Herbststurm erreicht Deutschland

In diesem Herbst kommt der erste Sturm vergleichsweise früh: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor umstürzenden Bäumen und herumfliegenden Dachziegeln in Norddeutschland.

13.09.2017 11:15

Der erste Herbststurm der Saison hat Deutschland erreicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch an der deutschen Nordseeküste vor einzelnen Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern. Auch im Binnenland soll es im Laufe des Tages kräftig wehen, die Meteorologen rechnen auf exponierten Mittelgebirgsgipfeln mit Böen bis rund 110 Stundenkilometern. „Der erste Sturm in diesem Herbst ist vergleichsweise früh dran“, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach.

Die Experten warnten in Norddeutschland vor umstürzenden Bäumen und herumfliegenden Dachziegeln durch das Tief „Sebastian“. Nach Angaben des DWD sind neben Hamburg und Schleswig-Holstein besonders Niedersachsen und Bremen betroffen. Auch an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns seien Böen mit bis zu 110 Stundenkilometern nicht ausgeschlossen. Am stärksten wird der Wind den Prognosen zufolge gegen Mittag und Nachmittag. Am wenigsten stürmisch wird es laut Vorhersage im Süden des Landes.

Fähren fallen aus

Ein Wetterumschwung mit Starkregen und tiefstehender Sonne soll am Dienstagabend eine Unfallserie auf der Autobahn 2 im Münsterland ausgelöst haben. Mehrere Autofahrer hätten wegen des Regens heftig gebremst. „Dann kam plötzlich die Sonne wieder raus und die Fahrer konnten nichts sehen“, sagte ein Sprecher der Polizei Bielefeld am frühen Mittwochmorgen. Die traurige Bilanz: zwei Tote, 38 Verletzte und 42 beschädigte Fahrzeuge.

Wegen erwarteter Orkanböen an der Nordseeküste in Niedersachsen fielen am Vormittag die ersten Fähren zu den ostfriesischen Inseln aus. Zwischen Wangerooge und Harlesiel fuhr am Morgen nur jeweils ein Schiff. „Alle anderen Fähren fallen aus“, teilte die Deutsche Bahn mit, die die Fährverbindung betreibt. Der DWD erwartet bis zu sieben Meter hohe Wellen in der Deutschen Bucht.

„Wir werden so lange fahren, wie es möglich ist“, sagte eine Sprecherin der Reederei Norden-Frisia, die die Fährverbindungen nach Norderney und Juist betreibt. Ab Mittag könne es aber zu Ausfällen kommen. Auch die Fährverbindung Hamburg-Helgoland über Cuxhaven fällt aus, wie der Betreiber bekanntgab. „Das Wetter ist zu extrem“, sagte eine Sprecherin. (dpa)

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