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Thomas Gottschalk Vier Mal so viel Gage wie beim ZDF

Zahlt das Erste Thomas Gottschalk vier Mal so viel wie das ZDF? Laut einem Wirtschaftsmagazin soll der Entertainer rund sechs Millionen Euro Gage pro Jahr bekommen. Die ARD verweist darauf, dass es noch keinen gültigen Vertrag gebe.

18.08.2011 15:33
Ab Januar 2012 wird Thomas Gottschalk viermal pro Woche mit einer eigenen Sendung vor der "Tagesschau" zu sehen sein. Foto: PublicAd

Entertainer Thomas Gottschalk soll bei der ARD deutlich mehr verdienen als beim ZDF - muss dafür aber auch mehr tun. Nach Angaben der Wirtschaftszeitschrift "Manager Magazin" bekommt der 61-Jährige im ARD-Vorabendprogramm für 140 Sendungen pro Jahr ab Januar 2012 rund sechs Millionen Euro Gage.

Allerdings: Ein ARD-Sprecher sagte am Donnerstag, er könne diese Summe nicht bestätigen, denn es gebe derzeit noch keinen gültigen Vertrag. Den soll die WDR-Werbetochter, die WDR mediagroup, mit Gottschalk schließen. Die Verhandlungen über die Einzelheiten liefen derzeit. Gleichwohl sei an der Absichtserklärung zwischen der ARD und Gottschalk nicht zu rütteln.

Gottschalk als Publikumsmagnet

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel hatte den Transfer im Juli (als der Wechsel Gottschalks bekanntgegeben wurde) als "kostenneutral" bezeichnet. Über die genaue Finanzierung wollte sie keine Angaben machen, da das neue Format im werbefinanzierten Vorabendprogramm ausgestrahlt wird. Die ARD geht davon aus, dass die Marktanteile kurz vor 20 Uhr mit Gottschalk zulegen und damit die Werbeeinnahmen steigen werden.

Beim ZDF hatte Gottschalk nach früheren Brancheninformationen etwa 100.000 Euro pro "Wetten, dass..?"-Ausgabe bekommen. Er moderierte (einschließlich Sommerausgabe) sieben Shows pro Jahr. Das "Manager Magazin" berichtete nun von 1,5 Millionen Euro Gage pro Jahr beim ZDF. Ein Sprecher des Senders sagte am Donnerstag, dass diese Summe "nicht annäherungsweise" stimme, auch wenn weitere einzelne Formate wie der ZDF-Jahresrückblick oder die Show "Ein Herz für Kinder" mitgerechnet würden.

Sollten die für das ARD-Engagement genannten rund sechs Millionen Euro pro Jahr stimmen, dann stünde der TV-Star deutlich besser da als alle neun ARD-Intendanten zusammen, die in der Spitze bis zu 300.000 Euro an Jahresbezügen erhalten. (dpa)

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