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Tham-Luang-Höhle in Thailand Alle Eingeschlossenen sind befreit

12. UpdateDie Thai Navy Seals bestätigen: die 12 Jungs und ihr Trainer sind aus der Höhle in Thailand gerettet +++ Die Ereignisse im Ticker

09.07.2018 08:36
Helikopter
Bunte Schirme verhindern den Blick auf den Helikopter, der die aus der Höhle geretteten Jungen in ein Krankenhaus bringt. Foto: dpa

12 Jugendliche einer Fußballmannschaft und ihr Trainer waren mehr als zwei Wochen lang in einer Höhle in Thailand eingeschlossen. Zahlreiche Helfer und Spezialtaucher haben sich darum bemüht, alle Eingeschlossenen aus der Tham-Luang-Höhle zu befreien. Am Sonntag wurden vier Jungen gerettet, am Montag wurden weitere vier herausgeholt. Nun ist es gelungen, auch die letzten Eingeschlossenen zu befreien: Vier Jungen und ihr Trainer wurden am Dienstag befreit. Wir informieren über den Stand der Dinge:

14:30 Uhr: „Wir wissen nicht, ob es ein Wunder ist oder Wissenschaft oder etwas anderes. Alle 13 „Wildschweine“ sind aus der Höhle herausgekommen“, schreiben die Navy Seals erleichtert auf Facebook.

14:08 Uhr: Vier Taucher, die an dem Rettungseinsatz beteiligt waren, sind noch in der Höhle.

13:49 Uhr: Die Thai Navy Seals bestätigen auf Facebook: Die 12 Jungen und ihr Trainer sind aus der Höhle gerettet. Alle seien in Sicherheit.

12:42 Uhr: Auch das thailändische Fernsehen berichtet, dass ein elfter Junge von Tauchern ins Freie gebracht worden sei. Es soll sich um den Jüngsten der Fußballmannschaft handeln, der erst elf Jahre alt ist.

12:16 Uhr: Auch Reuters meldet nun: Ein Zeuge habe gesehen, wie ein elfter Junge aus der Höhle getragen wurde. Die offizielle Bestätigung fehlt noch.

12:05 Uhr: Eine Reporterin von Al Jazeera meldet, ein elfter Junge habe die Höhle verlassen. Bestätigt ist das noch nicht. Auch die Bestätigung für den zehnten geretteten Jungen steht noch aus.

11:37 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters hat offenbar einen Augenzeugen mit einer guten Beobachtungsposition: Sie meldet, dass ein zehnter Junge aus der Höhle getragen wurde. Sie bezieht sich wieder auf einen „Zeugen“, die Bestätigung steht noch aus.

11:25 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, eine neunte Person sei aus der Höhle getragen worden. Sie bezieht sich dabei auf einen „Zeugen“. Die Polizei bestätigt: ein neunter Junge wurde um 16:06 Uhr Ortszeit aus der Höhle gebracht.

11:20 Uhr: Die geretteten Kinder wurden von Gianni Infantino, dem Präsidenten der Fifa zum WM-Finale in Moskau eingeladen. Doch sie werden - wie erwartet - nicht nach Russland reisen. „Sie müssen noch eine Weile hier bleiben“, sagte ein Verantwortlicher des thailändischen Gesundheitsministeriums auf einer Pressekonferenz in Chiang Rai. „Wahrscheinlich werden sie das Spiel vor dem Fernseher verfolgen.“

10:20 Uhr: Neben den fünf Eingeschlossenen müssen heute auch vier Retter aus der Höhle geholt werden. Darunter ist der australische Mediziner, der bei den Eingeschlossenen ausharrte, um im Notfall erste Hilfe zu leisten. Auch der jüngste Spieler der Mannschaft (11 Jahre) soll sich unter den letzten Eingeschlossenen befinden.

08:10 Uhr: Elon Musk hatte in den vergangenen Tagen angekündigt, den Eingeschlossenen helfen zu wollen. Nachdem ein Team seiner Firmen SpaceX und The Boring Company nach Thailand gereist war, hatte Musk auf Twitter gezeigt, wie ein Mini-U-Boot für Kinder in einem Pool getestet wurde. Nun hat Musk das Mini-U-Boot, das von zwei Tauchern gezogen werden muss, selbst nach Thailand gebracht. "Das Mini-U-Boot ist fertig, wenn es gebraucht wird", schrieb er in der Nacht auf Dienstag auf Twitter. Es sei aus Raketenteilen gefertigt und heiße "Wild Boar" nach der Fußballmannschaft der Jugendlichen. Ob die Rettungskräfte das U-Boot noch einsetzen werden, ist nicht bekannt. "Ich lasse es hier, falls es in der Zukunft von Nutzen ist", kündigt Musk trotzdem auf Twitter an.

07:20 Uhr: Der Einsatz ist ein Kampf gegen das Wetter und gegen die Zeit. Als Ziel gab daher Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn aus, bis zum Abend alle Eingeschlossenen herauszuholen. 

06:35 Uhr: Die Regenfälle werden wieder heftig und könnten die Rettungsaktion in Thailand erschweren.

06:00 Uhr: Die bisher geretteten 8 Jungen befinden sich laut Behördenangaben in einem guten Zustand.

05.08 Uhr: Die Rettungsaktion der Jungen wird seit 10:08 Uhr Ortszeit (5:08 Uhr MESZ) fortgesetzt. 

 

Ereignisse am Montag:

15:33 Uhr - Die thailändische Marine bestätigt, dass vier weitere Jungen aus der Höhle im Norden des Landes gerettet worden sind. Damit wären acht Kinder geborgen, vier weitere und der Betreuer sitzen noch fest.

14:58 Uhr - Der öffentlich-rechtliche Sender Thai PBS zeigte am Montagabend (Ortszeit), wie zwei Hubschrauber auf dem Gelände eines Krankenhauses der Provinzhauptstadt Chiang Rai landeten. Zuvor hatte am Montag nach Medienberichten schon ein anderer Junge die Höhle verlassen können. Damit wären acht Kinder nach mehr als zwei Wochen wieder in Sicherheit. Von offizieller Seite gab es zunächst aber nur eine Bestätigung für die Rettung von vier Jungen bereits am Sonntag. 

13:15 Uhr - Wie entscheiden Einsatzkräfte, wer zuerst gerettet wird? „Auf den ersten Blick wäre es vielleicht logisch, die Schwächsten zuerst raus zu bringen“, sagt Martin Groß von der Höhlenrettung Baden-Württemberg. Die Bedingungen für das Entkommen durch die etwa vier Kilometer lange, teilweise geflutete Höhle seien jedoch extrem. Da müsse man auf jeden Fall zuerst jemanden auswählen, „der psychisch und physisch stabil ist, über den die Ärzte sagen: der packt das“. Derart langwierige Rettungsaktionen aus Höhlen in Europa sind für Groß schwer vorstellbar: „Bei uns in Mitteleuropa muss eine Rettung aufgrund der kalten Temperaturen in den Höhlen möglichst schnell vonstatten gehen.“ Die Jugendlichen hätten einen so langen Aufenthalt in einer mitteleuropäischen Höhle „ohne Maßnahmen zum Wärmeerhalt“ nicht überlebt, sagt Groß gegenüber dpa.

12:09 Uhr - Retter sollen mindestens einen weiteren Jungen aus der Höhle in Thailand geborgen haben. Dies berichtete der Nachrichtensender CNN am Montag unter Berufung auf Helfer. Damit wären mindestens fünf der 13 Eingeschlossenen gerettet.

11:00 Uhr - Die Eltern der am Sonntag aus der überfluteten thailändischen Höhle geretteten Jungen dürfen ihre Kinder vorerst nicht in die Arme schließen: Wegen der Infektionsgefahr für die geschwächten Jungen dürften die Eltern noch keinen körperlichen Kontakt mit ihren Söhnen haben, sagte der Provinzgouverneur von Chiang Rai, Narongsak Osottanakorn, der den Rettungseinsatz für die Jungen-Fußballmannschaft leitet, am Montag vor Journalisten. Die Trennung sei „eine Weile“ lang nötig, „weil wir besorgt wegen Infektionen sind“, sagte Narongsak. Die behandelnden Ärzte der Jungen träfen die Entscheidung, ob Angehörige die Jungen diese „aus der Entfernung oder durch Glas“ sehen dürften.

10:34 Uhr - Der Tauchgang durch die weit verzweigte Höhle ist schon für Profis kräftezehrend. Die Jungen und ihr Trainer waren erst in den vergangenen Tagen mit den Grundregeln des Tauchens vertraut gemacht worden, einige von ihnen können nicht einmal schwimmen. Da die Jungen in dem schlammigen Wasser praktisch nichts sehen können, wurden Taue befestigt, an denen sie sich entlangziehen sollen. Wie gefährlich das Unterfangen ist, hatte am Freitag der Tod eines erfahrenen thailändischen Tauchers gezeigt, der auf dem Weg aus der Höhle wegen Sauerstoffmangels gestorben war.

10:15 Uhr - Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn bestätigte, dass der zweite Rettungsversuch seit dem Vormittag (Ortszeit) läuft. Das Kernteam besteht wieder aus mehr als einem Dutzend Spezialtauchern, die meisten davon aus dem Ausland. Die Aktion wird vermutlich wieder mehrere Stunden dauern. Erst dann wird klar sein, ob weitere Eingeschlossene gerettet werden konnten. Der Gouverneur äußerte sich zuversichtlich. Er sagte: „Wir werden in einigen Stunden gute Nachrichten haben.“

10:10 Uhr - Ein neuer Taucheinsatz zur Rettung der noch eingeschlossenen Jungen und ihres Trainers aus einer Höhle hat begonnen. Dies bestätigten die Behörden in der nahegelegenen Stadt Mae Sai.

10:08 Uhr - Die geretteten Jungen haben vor ihrem Tauchgang starke Medikamente bekommen. „Die Jungs standen unter Beruhigungsmitteln, damit sie nicht in Panik gerieten“, sagte der dänische Taucher Ivan Karadzic dem dänischen Rundfunk. „Sie waren nicht total betäubt, aber sie reagierten nicht mehr richtig.“ Karadzic war an der Rettungsaktion am Sonntag beteiligt und half etwa auf halben Weg in der überschwemmten Höhle dabei, Druckluftflaschen auszuwechseln.

10 Uhr - Über das weitere Vorgehen schweigen sich die thailändischen Rettungskräfte am Montag zunächst einmal aus. Der Gouverneur der Provinz, Narongsak Osottanakorn, hatte nach der Rettung der ersten Kinder eine Pause von 10 bis 20 Stunden angekündigt. Dies würde einen Neubeginn um spätestens 12.00 Uhr MESZ bedeuten. In dieser Zeit sollten die Atemluftvorräte in der Höhle aufgefrischt werden. 

9:30 Uhr - Nach der glücklichen Rettung von mindestens vier Jungen aus 15 Tagen Gefangenschaft machte sich ein Team von Spezialtauchern am Montag für weitere Einsätze bereit. Der Beginn zögerte sich jedoch hinaus, ohne dass dafür Gründe bekannt wurden.

9 Uhr - Ein Regierungsvertreter der Region Chiang Rai  betont, dass die Arbeiten rund um die Rettung über Nacht nicht komplett eingestellt worden sei. Lediglich das Herausholen der Jungen und ihres Trainers sei unterbrochen worden. „Wir haben während der Nacht ununterbrochen gearbeitet“.

8:15 Uhr - Das Drama um die eingeschlossene Fußballmannschaft wird in Thailand jetzt auch als Mahnung genutzt, im Englisch-Unterricht besser aufzupassen. In der Prasitsart-Schule der nordthailändischen Gemeinde Mae Sai, wo sechs der zwölf Jungen unterrichtet werden, hängt nun ein großes Plakat zu ihrer Unterstützung. Darauf steht: „You never know when you will need your English.“ („Man weiß nie, wann man sein Englisch brauchen wird.“) Dazu wird der Wortwechsel wiedergegeben, den einer der Schüler auf Englisch mit dem britischen Taucher John Volanthen führte, der das Team nach tagelanger Suche in der Höhle entdeckt hatte. („Wie viele seid ihr hier?“ - „13“-  „Brillant.“) In Thailand, wo sich viele Leute mit der englischen Sprache eher schwer tun, bekam der Junge dafür bereits viel Lob. Zudem kündigte die Schule am Montag an, dass die Jungen bei einem glücklichen Ausgang des Dramas zunächst einmal keine Klassenarbeiten mitschreiben müssen.  

Familien warten auf das Wiedersehen

8 Uhr - Thailands Regierung will die bislang aus einer Höhle geretteten Jungen von Ärzten nun genau untersuchen lassen. Innenminister Anupong Paojinda sagte am Montag nach einem Bericht der „Bangkok Post“, die vier Mitglieder des Fußball-Teams im Alter zwischen 11 und 16 Jahren seien „stark“. Sie müssten sich jetzt aber noch weiteren medizinischen Tests unterziehen. Die Jungen werden seit ihrer Rettung am Sonntag in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt. 

7:45 Uhr - Nach Angaben des Innenministers sollen die Taucher, die mit ihrer ersten Aktion am Sonntag Erfolg hatten, wieder zum Einsatz kommen. Die Rettung der Jugendmannschaft, die in etwa vier Kilometern Tiefe festsitzt, gilt als äußerst gefährlich. Die Retter nehmen die Jungen praktisch ins Schlepptau, um sie herauszubringen.

Montag, 6:30 Uhr - Die Familien der  geretteten Jungen warten noch auf ein erstes Wiedersehen. Wie der Sender Thai PBS am Montag berichtete, informierten die Behörden die Familien, sich für einen Besuch im Krankenhaus bereit zu halten. Am Sonntag retteten Spezialtaucher mindestens vier der Jugendfußballer aus der Höhle. Sie werden derzeit in einem Krankenhaus in der Stadt Chiang Rai behandelt.

Sonntag, 18:30 Uhr - Insgesamt sind etwa 90 Taucher im Einsatz. Das Kernteam besteht aus 18 Spezialtauchern, davon der größte Teil aus dem Ausland, aus Ländern wie Australien und Großbritannien. Die australische Außenministerin Julie Bishop äußerte am Montag die Erwartung, dass die Jungen wieder in Vierer-Gruppen aus der Höhle gebracht würden. Dies würde bedeuten, dass sich die Aktion noch mehrere Tage hinzieht.

Unklarheit über Zahl der Geretteten

16:25 Uhr - Über die Zahl der bislang befreiten Jungen herrscht Unklarheit. Nach Angaben des Chefs der Rettungsmission sind vier Jungs in ärztlicher Behandlung. Das sagte Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn am Sonntagabend (Ortszeit) vor Journalisten. Frühere Aussagen der Katastrophenschutzbehörde, wonach bereits sechs Jungen aus der Höhle gebracht wurden, bestätigte der Provinzgouverneur nicht.  

15:31 Uhr - Die Rettungsaktion für die in einer thailändischen Höhle eingeschlossene Fußballmannschaft kommt offenbar rasch voran: Insgesamt sechs Jungen sollen die Höhle bereits verlassen haben, wie ein Vertreter des thailändischen Verteidigungsministeriums am Sonntag sagte. 

15:17 Uhr -  Angesichts drohender neuer Regenfälle konnten die Verantwortlichen für die Höhlenrettungsaktion in Thailand nach Einschätzung des deutschen Experten Martin Groß nicht mehr länger warten. „Wenn die Wassermassen nicht mehr beherrschbar werden und zudem die Gefahr besteht, dass die Jugendlichen bis zu vier Monate eingeschlossen sein werden, muss man handeln“, sagte Groß am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Der 39-Jährige ist aktiver Höhlenretter und Geschäftsführer des ehrenamtlichen Vereins Höhlenrettung Baden-Württemberg. 

15:05 Uhr - Mindestens vier thailändische Jungen sind nach 15 Tage langer Höhlen-Gefangenschaft gerettet. Spezialtaucher holten die ersten Mitglieder der eingeschlossenen Jungen-Fußballmannschaft am Sonntagabend (Ortszeit) ins Freie, wie die Thai Navy Seals und der Chef der Rettungsmission mitteilten. Die geretteten Jungen seien in ärztliche Behandlung gebracht worden, sagte der Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn vor Journalisten.

Die zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer sind seit mehr als zwei Wochen in der Höhle im Norden des Landes gefangen.  Erst neun Tage nach ihrem Verschwinden am 23. Juni waren sie gefunden und mit Lebensmitteln und medizinisch versorgt worden. (dpa/afp/rtr)

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