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Südostküste der USA Bis zu 13 Tote nach Hurrikan „Florence“

1. UpdateWirbelsturm „Florence“ verwandelt Teile der Atlantikküste von North und South Carolina in eine Wasserlandschaft, bis zu 13 Menschen verlieren ihr Leben.

Nach Hurrikan "Florence"
Land unter in North Carolina. Foto: rtr

Hurrikan „Florence“ wütet seit Freitagmorgen (Ortszeit) an der Südostküste der USA. Ein Blick auf die aktuellen Ereignisse:

Sonntag, 16.9.:

Der Tropensturm „Florence“ hat die US-Ostküste weiter fest im Griff. Der Sturm büßte am Samstag über den Bundesstaaten North und South Carolina an Kraft ein, nicht aber an Gefährlichkeit: „Florence“ sorgte für verheerende Überschwemmungen und Sturmfluten. Laut US-Medien kamen 13 Menschen ums Leben. Die Behörden warnten vor „gigantischen Regenfällen“ noch bis Montag. Der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, bezeichnete das Unwetter als „Jahrtausend-Ereignis“.

„Florence“ schwächte sich in der Nacht zum Sonntag weiter ab und erreichte noch rund 64 Stundenkilometer. Die US-Wetterbehörde NOAA sah die größte Gefahr nun in den Regenfällen und warnte vor „katastrophalen Überschwemmungen“ in North und South Carolina. Auch Erdrutsche seien zu befürchten. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) warnte vor Tornados.

North Carolinas Gouverneur Cooper warnte die Bürger eindringlich davor, in die Überschwemmungsgebiete zurückzukehren. „Das Wasser steigt überall stark an - auch dort, wo es normalerweise keine Überschwemmungen gibt.“ In Teilen des Bundesstaats brach die Stromversorgung zusammen. Mehr als 800.000 Menschen waren von dem Ausfall betroffen. 21.000 Menschen waren in Notunterkünften untergebracht.

Samstag, 15.9.:

In den USA sind bislang fünf Menschen in Folge des Wirbelsturms „Florence“ ums Leben gekommen. Laut Polizei starben am Freitag im Bundessstaat North Carolina eine Frau und ihr Kind, als ein Baum auf ihr Haus stürzte. Ebenfalls in North Carolina wurden demnach zwei Männer getötet, einer von ihnen erlitt einen Stromschlag. Eine Frau sei nach einem Herzinfarkt gestorben, teilte die Polizei weiter mit. Sanitäter seien wegen einer gesperrten Straße nicht rechtzeitig zu ihr gelangt.

Die Behörden warnten, „Florence“ komme zwar nur langsam voran, könne aber große Wassermassen vor sich hertreiben. Große Teile von North und South Carolina könnten deshalb in den den kommenden Tagen überflutet werden. In den beiden Bundesstaaten sind derzeit rund 720.000 Menschen ohne Strom. Insgesamt bedroht der Sturm rund zehn Millionen Menschen.

„Florence“ erreicht US-Ostküste am Freitagmorgen

Der Wirbelsturm hatte in den frühen Morgenstunden die Ostküste der USA erreicht. Nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums (NHC) traf der Wirbelsturm am Freitagmorgen (13.15 Uhr MESZ) nahe Wrightsville Beach im Bundesstaat North Carolina mit starken Winden, heftigem Regen und Flutwellen auf Land. 

1,7 Millionen Bewohner der Küstenregionen sind aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Die Behörden befürchten Sturmfluten sowie Überschwemmungen auch in Inlandsgebieten. In Teilen North Carolinas werden zudem Tornados erwartet.  

Einsatzkräfte haben bereist hunderte Menschen aus von Wasser umschlossenen Häusern gerettet. Besonders schwer wurde der US-Bundesstaat North Carolina getroffen. Gouverneur Roy Cooper sprach bei einer Pressekonferenz von „Verwüstungen“.

In der Küstenstadt New Bern in North Carolina haben sich Parkplätze in Seenlandschaften verwandelt. „Wir kommen Sie holen. Sie müssen vielleicht in den zweiten Stock oder auf den Dachboden steigen, aber wir kommen Sie holen“, wandte sich die Stadtverwaltung im Kurzbotschaftendienst Twitter an ihre Bewohner. 

Cooper sagt, es habe bisher keine Todesfälle gegeben, „viele hundert“ Rettungsaktionen seien erfolgt. „Wir sind zutiefst besorgt, dass ganze Ortschaften ausradiert werden könnten“, so der Gouverneur weiter.  

Windgeschwindigkeiten liegen bei rund 150 km/h 

„Florence“  fegt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde über die Region. Das ist deutlich weniger als noch am Donnerstagabend befürchtet. Daher hat das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) den Hurrikan mittlerweile auf Kategorie eins und damit der niedrigsten Hurrikan-Kategorie herabgestuft. Dennoch warnt die Behörde, in North Carolina sei „eine lebensbedrohliche Sturmflut im Gange“. Auch in South Carolina drohten katastrophale Überschwemmungen. Straßenschilder und Müll wirbeln durch die Luft, berichten  Augenzeugen. 

In Emerald Isle in North Carolina steht das Wasser nach Angaben des NHC knapp zwei Meter hoch. In etwa 500.000 Haushalten in dem Bundesstaat ist der Strom ausgefallen. 

Noch am Donnerstag erwarteten die Fachleute von der NHC, dass der Hurrikan mit ungeheurer Kraft auf die Ostküste treffen würde und stuften „Florence“ innerhalb weniger Stunden von Kategorie zwei auf Kategorie vier hoch. Sie befürchteten sogar, dass sogar Stufe fünf der Simpson-Skala erreicht werden könnte – das bedeutet ein Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von rund 250 Kilometern pro Stunde. Es waren Spitzenwerte von rund 240 Kilometern pro Stunde gemessen worden. Damit wäre „Florence“ einer der stärksten Hurrikans gewesen, der jemals die Küste nördlich von Florida getroffen hat. Zum Glück hat der Hurrikan an der Küste von seiner gewaltigen Kraft eingebüßt.  

Warmes Meereswasser pusht den Hurrikan

Über dem Ozean jedoch war „Florence“ noch äußerst stark. Grund für die gewaltige Kraft sind die außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen des Atlantiks. In dem Gebiet, über dem sich „Florence“ aktuell bewegt, ist das Meer 1,5 Grad wärmer als sonst. Und weil der Hurrikan seine Energie auch aus der Wärme des Ozeans saugt, rechneten Experten mit dem Schlimmsten: „Florence“ würde demnach nicht nur mit sehr hohen Windgeschwindigkeiten über die Küstenregionen fegen, sondern wohl sehr viel Feuchtigkeit über dem Meer aufnehmen - heftige Regenfällen und Überschwemmungen würden voraussichtlich die Folge sein, sagten die Wetter-Experten. 

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