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Prinz Harry und Meghan Markle Der Brautvater macht’s doch

Die royale Hochzeit in Großbritannien bricht mit einigen Traditionen. Allerdings lässt sich die Braut Meghan Markle ganz altmodisch von ihrem Vater an den Ehemann übergeben.

Pappaufsteller von Prinz Harry und Meghan Markle
Bei der Hochzeit von Harry und Meghan läuft vieles doch ganz altmodisch. Auch die Merchandise-Maschinerie läuft traditionell gut. Foto: dpa

Ein bisschen Tradition muss sein: Wenn in zwei Wochen Prinz Harry und Meghan Markle den Bund fürs Leben schließen, lässt sich die Braut ganz altmodisch von ihrem Vater an den Ehemann übergeben. Mit dieser Nachricht machte ein Palastsprecher am Freitag allen Spekulationen ein Ende, wonach Markles Mutter Doria Ragland diese Rolle übernehmen oder die 36-jährige Schauspielerin sogar ganz auf die Abhängigkeitsgeste verzichten würde.

Das freudige Ereignis in der Schlosskirche von Windsor ist seit Monaten Gegenstand detaillierter Planungen im Kensington-Palast, wo die Verlobten zusammenwohnen. Je nach Wetter dürften weit mehr als 100 000 Schaulustige die Straßen des Städtchens westlich von London bevölkern. Rund 5000 Journalisten aus aller Welt haben sich angemeldet, 79 TV-Anstalten schicken eigene Teams, darunter allein 46 aus Markles amerikanischer Heimat.

Erstmals veröffentlichte der Palast auch Details zur Trauung am Vormittag des 19. Mai. Neben dem örtlichen Kirchenchor und Musikern führender britischer Orchester, darunter Solotrompeter David Blackadder, trägt auch Sheku Kanneh-Mason zur musikalischen Umrahmung des Gottesdienstes bei. Der 19-Jährige war vor drei Jahren der erste Schwarze, der den BBC-Wettbewerb „Junger Musiker des Jahres“ gewann. Er sei „total überwältigt“ gewesen, als Markle ihn um seine Mitwirkung bat.

Kanneh-Masons Darbietung gilt den rund 600 geladenen Gästen in der Schlosskirche und einer geschätzten Milliarde von TV-Zuschauern weltweit. Die 600 erhalten anschließend ein Mittagessen im Georgssaal, bezahlt von Königin Elizabeth II. Abends gibt es dann eine weitere Party für eine einstweilen geheime Anzahl engerer Freunde, ausgerichtet vom Vater des Bräutigams. Ohnehin werde die Königsfamilie für alle Kosten in Zusammenhang mit Gottesdienst und Fest aufkommen, betont der Palastsprecher.

Abweichend von royaler Tradition hat das Paar weder die britische Premierministerin Theresa May eingeladen noch deren Pendants aus den 15 anderen Staaten wie Australien oder Jamaica, deren nominelles Staatsoberhaupt Königin Elizabeth II bis heute ist. Auf diese Weise ließ sich auch elegant eine Einladung an den bei Markle unbeliebten US-Präsidenten Donald Trump umgehen.

Ganz selbstständig hat Markle den Hindernisparcours absolviert, den die britische Einwanderungsbehörde heiratswilligen Ausländern aufzwingt. Das sogenannte Verlobtenvisum hat die Braut bereits zugunsten einer permanenten Aufenthaltsgenehmigung hinter sich gelassen. Für die frühestens nach fünf Jahren mögliche Beantragung der britischen Staatsbürgerschaft müsste sie noch eine Prüfung absolvieren, mit Fragen wie: „Mit wem ist Königin Elizabeth II verheiratet?“

Ob Prinz Philip, der 96-jährige Herzog von Edinburgh, nach seiner Hüftoperation beim Festgottesdienst dabei sein kann, bleibt offen. Das jüngste Mitglied der Königsfamilie, der am 23. April geborene Prinz Louis hingegen bleibt der Zeremonie fern, was der Palastsprecher mit dem schönen Satz begründete: „Er ist sehr jung.“

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Royale Hochzeit

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