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One Direction und Psy Justin Bieber verliert die Vormachtstellung

Pop-Teeniestar Justin Bieber ist nicht mehr die Nummer Eins im Musikgeschäft - zumindest was die Beliebtheit seines Musikvideos „Baby“ auf Youtube angeht. Dort überholt ihn jetzt Psy mit „Gangnam Style“. Und in Deutschland lösen mittlerweile andere Kreischalarm aus.

26.11.2012 14:33
Sabine Lorenz
Justin Bieber darf in der Halbzeitshow des 100. Grey Cup der Kanadischen Football Liga auftreten - nicht alle Zuschauer waren übermäßig begeistert. Foto: REUTERS

Auf Youtube bricht Psys „Gangnam Style“ alle Rekorde - und verweist den 18-jährigen Justin Bieber auf den zweiten Platz: Bis zum Samstagabend hätten etwa 805 Millionen Menschen das Video des südkoreanischen Rappers auf Youtube angeklickt, teilte das Unternehmen aus dem kalifornischen San Bruno mit. Biebers „Baby“, das bislang die unangefochtene Nummer Eins war, lag bis dato mit „nur“ etwa 803 Millionen Klicks dahinter.

Psys „Gangnam Style“ erobert seit Juli die Online-Welt, 7 bis 10 Millionen Youtube-Nutzer am Tag (!) schauen sich das Video an. Doch der Partyhit ist längst mehr als ein reines Internetphänomen: In den deutschen Charts steht „Gangnam Style“ ganz oben. Mitte November hatte der 34-jährige Psy bei denMTV Europe Music Awards in Frankfurt den Preis für das beste Video bekommen. Der Tanz aus dem Clip wird mittlerweile weltweit von Fans und anderen Promis kopiert, in eigenen Videos, bei Flashmobs, Fußball-Torjublern, selbst Chinas bekanntester Künstler Ai Weiwei veröffentlichte im Internet eine Parodie.

In dem Lied besingt der 34-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Park Jae Sang heißt, das Szene-Viertel Gangnam in Seoul - mittlerweile tritt er mit Superstars wie Madonna auf; sein Heimatland ehrte ihn mit dem Okgwan-Orden für kulturelle Verdienste, einer der höchsten kulturellen Auszeichnungen. In einem Interview mit dem US-Sender CNN kündigte der 34-Jährige schon mal sein neuestes Werk an, das auf Englisch und Koreanisch sein soll.

One Direction sorgen für Kreischalarm

Jetzt muss sich Justin Bieber ranhalten: Denn auch seine Vormachtstellung als Teenie-Idol gerät ins Wanken (und nein, wir machen hier keine alberne Anspielung auf seine Trennung von Selina Gomez). Fünf Jungs aus England und Irland drohen dem 18-jährigen Bieber bei den Mädels den Rang abzulaufen. „One Direction“ heißt die Boyband, die durch die britische Ausgabe der Castingshow „X-Factor“ berühmt wurde und gerade eben den Medienpreis Bambi gewonnen hat. Bei einem Konzert in Düsseldorf sorgte „One Direction“ für Kreischalarm, wie ihn auch Bieber nicht schöner hätte auslösen können.

Versucht sich Bieber deshalb jetzt ein neues Publikum zu erschließen? Der 18-jährige Mädchenschwarm trat ausgerechnet bei einer Sportveranstaltung auf, bestritt die Bühnenshow in der Halbzeit des Grey Cups in der kanadischen Football League CFL. Nicht alle waren davon begeistert, vor allem die männlichen Football-Fans zogen via Twitter schon vor Biebers Pop-Auftritt kräftig vom Leder, schreibt die kanadische Zeitung „Toronto Sun“.

Bieber im Schlabberlook

Aber noch ist nicht alles verloren - denn die wichtigste Frau Englands hält Justin Bieber noch die Treue: Queen Elizabeth II. Anlässlich des 60. Thronjubiläum der Queen bekam der kanadische Sänger in Ottawa eine „Diamond-Jubilee“-Medaille verliehen, in Anerkennung besonderer Verdienste für das Commonwealth-Land. Premierminister Stephen Harper überreichte Bieber die Auszeichnung persönlich, medienwirksam, mit offiziellem Händedruck und kanadischen Flaggen im Hintergrund.

Allerdings gibt's auch hier Minuspunkte für Bieber: Laut „Toronto Sun“ löste die Aufmachung des 18-Jährigen einen Sturm der Kritik via Twitter aus. #disgrace (Schande), #rude (unhöflich) und #embarrasing (peinlich) waren nur einige der Stichworte, unter denen Twitter-User den Auftritt Biebers kommentierten, wie die Zeitung zusammenfasste (siehe Galerie unten). Denn statt schicker Robe ließ sich Bieber im Schlabberlook mit graugestreifter Latzhose, weißem T-Shirt, dicker Kette und rückwärts aufgesetzter Baseballkappe neben Harper ablichten - das scheint sogar für den ein oder anderen Fan zu viel des Guten.

(slo, mit dpa/afp)


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