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Nordsee Neues Ölleck an Shell-Plattform entdeckt

Kaum hat Shell bekannt gegeben, wie viel Öl bereits in die Nordsee gelangt ist, findet der Konzern ein weiteres Leck an der Plattform. Noch sucht der Konzern nach der genauen Position der undichten Stelle.

15.08.2011 18:33
Blick auf die Gannet Alpha Ölplattform in der Nordsee. Foto: dpa

Kaum hat Shell bekannt gegeben, wie viel Öl bereits in die Nordsee gelangt ist, findet der Konzern ein weiteres Leck an der Plattform. Noch sucht der Konzern nach der genauen Position der undichten Stelle.

An der beschädigten Ölplattform des Konzerns Shell in der Nordsee ist ein zweites Leck entdeckt worden. Man arbeite daran, die undichte Stelle zu finden und zu reparieren, teilte der britisch-niederländische Ölriese mit. „Die Infrastruktur unter Wasser ist sehr komplex und das Leck ist an einer komplizierten Stelle mit viel marinem Wachstum“, sagte ein Sprecher. Zur Menge des an dem zweiten Leck auslaufenden Öls gab es keine Angaben. Es sei von einem Hubschrauber aus der Luft entdeckt worden.

Das bereits bekannte Loch sei so gut wie gestopft, hieß es. An der beschädigten Plattform waren nach Schätzungen seit vergangenem Mittwoch rund 216 Tonnen Öl in die Nordsee geflossen. Die Plattform liegt rund 180 Kilometer vor der schottischen Küste bei Aberdeen. Umweltschützer kritisierten die Förderung von Öl in der Nordsee und die Informationspolitik von Shell.

Mehr als 200 Tonnen Öl sind bereits ausgetreten

An der beschädigten Plattform in der Nordsee vor der Küste Schottlands läuft nach Angaben des Konzerns Shell eine „signifikante Menge“ Öl ins Meer. Es sei schwer, die Menge zu schätzen, aber bisher seien vermutlich rund 216 Tonnen ausgetreten, teilte der britisch-niederländische Ölriese am Montag in London mit. Man habe das Leck aber weiterhin unter Kontrolle und arbeite daran, es zu schließen. Die Menge Öl an der Oberfläche ändere sich ständig, insgesamt liege sie bei rund einer Tonne.

Nach Angaben der britischen Behörden handelt es sich um den größten Störfall dieser Art seit mehr als einem Jahrzehnt. Im Jahr 2009 beispielsweise habe die komplette Menge Öl, die in die Nordsee geflossen sei, bei 50,93 Tonnen gelegen.

„Dies ist im Kontext der jährlich in die Nordsee auslaufenden Menge Öl eine signifikante Menge“, hieß es in der Shell-Mitteilung. Man nehme den Fall sehr ernst. Es werde aber weiterhin erwartet, dass sich der Ölteppich von selber auflösen und nicht die Küste erreichen werde. Das Personal auf der Plattform sei sicher und arbeite wie gewohnt weiter.

Die Umweltorganisation Greenpeace warf Shell unterdessen einen Mangel an Transparenz vor. Der Konzern habe erst nach zwei Tagen über das Ölleck informiert, kritisierten die Umweltschützer. Shell steht derzeit auch wegen eines UN-Berichts unter Beschuss, demzufolge der Konzern für massive Verschmutzungen durch Erdöl in Nigeria verantwortlich ist.(dpa/AFP)

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