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Nach Terminal-Räumung Hunderte nächtigen am Flughafen München

Auch am Tag nach der Räumung eines Terminals am Flughafen München müssen sich Flugpassagiere dort auf Probleme einstellen. Ursache der Räumung war eine Frau, die ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war.

29.07.2018 11:59
Klappbetten
Fluggäste schlafen auf Klappbetten: Nach einem Polizeieinsatz am Vortag mit mehr als 200 ausgefallenen Flügen sind die Konsequenzen am Terminal 2 am Flughafen München noch immer spürbar. Foto: Matthias Balk

Als Folge des Chaos am Münchner Flughafen mussten in der Nacht zum Sonntag rund 700 Menschen auf Feldbetten übernachten. Hunderte weitere Passagiere wurden in Hotels untergebracht, wie ein Flughafensprecher am Morgen sagte.

Mindestens 2000 Fluggäste sollten am Sonntag auf andere Flüge umgebucht werden. Passagiere müssten sich auf längere Wartezeiten am Airport einstellen. Es gebe weiterhin Flugausfälle und Verspätungen, hieß es.

Flughafen und Lufthansa rieten allen Passagieren, sich vor ihrer Anreise ihrer Airline zu informieren und entsprechend mehr Wartezeit einzuplanen.

Wegen der Räumung von zwei Abflughallen am Flughafen München waren am Samstag mindestens 200 Flüge ausgefallen. Bei rund 60 Flügen war es zu Verspätungen von mehr als einer halben Stunde gekommen.

Unkontrolliert im Sicherheitsbereich von Terminal 2

Die Abfertigung im Terminal 2 und im Satellitengebäude wurde am frühen Samstagmorgen auf Anweisung der Bundespolizei gestoppt, wie der Flughafen erklärte. Sämtliche Areale im Sicherheitsbereich wurden gesperrt, geräumt und anschließend nach zurückgebliebenen Gegenständen durchsucht, wie die Polizei berichtete. Dies führte zu chaotischen Zuständen, weil am Samstag wegen des Starts der Schulferienzeit besonders viele Menschen am Flughafen waren.

   Nachdem nichts gefunden wurde, gaben die Behörden die Sicherheitsbereiche gegen Samstagmittag wieder frei, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Laut Bundespolizei war eine Frau nach Information des für die Fluggastkontrolle verantwortlichen Luftamts Südbayern ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich des Terminals 2 gelangt.

 Über die Identität der Frau wurde zunächst nichts bekannt. Eine Gefährdung der Luftsicherheit durch den Zwischenfall schloss die Polizei aus, da alle Passagiere nach der Räumung erneut durch die Sicherheitskontrolle mussten. Die Sperrung des Terminals führte allerdings zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Reisenden.

 Der Flughafen München ist nach dem in Frankfurt am Main der verkehrsreichste Deutschlands. Im Jahr 2017 erreichten die Fluggastzahlen einen neuen Höchstwert von 44,6 Millionen Passagieren. (dpa/afp)

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