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Mindestens Stärke 4,4 Erdbeben erschüttert Rhein-Main

Die Erschütterung mit einer Stärke von mindestens 4,4 schreckte am Montagnachmittag viele Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz auf. Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

14.02.2011 14:42
Ausschlag am Seismographen. Foto: ddp

Ein Erdbeben hat am Montag in Hessen und Rheinland-Pfalz viele Menschen aufgeschreckt. Das Epizentrum der gegen 13.43 Uhr registrierten Erschütterung habe ersten Erkenntnissen zufolge bei Nassau an der Lahn gelegen, sagte Friedrich Häfner vom rheinland-pfälzischen Landesamt für Geologie und Bergbau. Die Erschütterung habe eine Stärke von 4,4 auf der Richterskala erreicht, das Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) sprach sogar von 4,8. „Für Deutschland ist das schon ganz beträchtlich, global gesehen ist ein Beben in dieser Stärke jedoch nichts Besonderes“, sagte ein Sprecher des GFZ. Auch mit Nachbeben müsse gerechnet werden. „Nachbeben gibt es immer, aber niemand kann sagen, wie stark die ausfallen“, fügte der Sprecher hinzu.

Viele Bürger im Rheinland, aber auch in Hessen spürten die leichten Erschütterungen. Die Erdstöße sollen so stark gewesen sein, dass Tische und Schränke wackelten, berichteten Augenzeugen aus dem Taunus der Frankfurter Rundschau. "Ich saß gerade am Computer, als ich ein Grollen hörte und der Fußboden zitterte", meldete ein FR-Leser aus Bad Homburg. Auch die Polizei berichtete von Anrufen besorgter Bürger. Die Erdstöße waren in Frankfurt sowie im Raum Usingen, Bad Homburg und Oberursel zu spüren. "Als würde ein Lkw unter dem Haus durchfahren" - so beschreibt eine Frankfurter Verlagsangestellte am Montagnachmittag den Moment, als die Erde kurz bebte. Zahlreiche Anrufer aus dem Rheingau sowie der Gegend um Limburg und Schönstetten meldeten sich bei der Polizei in Wiesbaden und berichteten von dem Beben, wie eine Polizeisprecherin auf dapd-Anfrage sagte. Auch in Gießen war die Erschütterungen zu spüren. In einem Bürogebäude im Kölner Stadtteil Niehl wackelten für wenige Sekunden die Stühle, schreibt die Online-Ausgabe des Kölner Stadtanzeigers.

Über Schäden sei bislang nichts bekannt, teilte das Institut für Geophysik an der Universität Frankfurt auf Nachfrage mit. Nähere Einzelheiten kündigten die Geologen für 17:30 Uhr an.

Bereits am 23. Dezember hatten zwei Beben in der Gegend von Mainz und Wiesbaden die Menschen aus dem Schlaf gerissen. (FR/dpa/dapd)

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