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Sido gegen Heinzl Rapper gegen Reporter

Der österreichische Society-Reporter Dominic Heinzl lässt ausrichten, er könne Sido gnädigst verzeihen, wenn dieser sich entschuldigte. Sido, mit dem Heinzl am Freitagabend aneinander geraten war, will davon nichts wissen - nur Heinzls Mutter habe er unrecht getan.

Werden keine Freunde mehr: Rapper Sido (r.) und Klatsch-Reporter Dominic Heinzl. Foto: Youtube

Der österreichische Society-Reporter Dominic Heinzl lässt ausrichten, er könne Sido gnädigst verzeihen, wenn dieser sich entschuldigte. Sido, mit dem Heinzl am Freitagabend aneinander geraten war, will davon nichts wissen - nur Heinzls Mutter habe er unrecht getan.

Dominic Heinzl kann verzeihen. Er sei bereit, eine Entschuldigung anzunehmen, soll Österreichs bekanntester Klatsch-Journalist der Bild-Zeitung ausgerichtet haben. Das Angebot ging in Richtung des Rappers Sido, mit dem Heinzl am Freitagabend aneinander geraten war. Dabei flogen Fäuste oder zumindest eine Hand, und auch Heinzls Mutter wurde von Sido beschimpft. Von einer Entschuldigung will Sido jedoch nichts wissen: „Ich entschuldige mich nur bei seiner Mutter. Sie kann ja nichts für ihren Sohn.“
In der Sendung „Die große Chance“, dem österreichischen Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“, hatte der Berliner Rapper den Wiener Moderator in eindeutig beleidigender Absicht „Dominic Hampel“ genannt. Als die Kameras abgeschaltet waren, soll Heinzl Sido angespuckt haben, was man sich so schlecht vorstellen kann wie den anlasslosen Faustschlag. Sido nannte Heinzl einen Hurensohn, und als die Securitys dazwischen gingen, schlug Sido zu.
Nun tauchten Videoaufnahmen auf, nach deren Sichtung diskutiert werden kann, wie schwer Sidos Treffer war und ob Heinzl nicht erst mit Verzögerung theatralisch zu Boden gegangen ist.

"Ich bin zu weit gegangen"

Der ORF hat sich wegen des Zwischenfalls mit sofortiger Wirkung von Sido als Juror der Show getrennt. Eine Entscheidung, für die Sido Verständnis zeigt: „Ich bin zu weit gegangen und hätte das Problem mit Herrn Heinzl anders lösen müssen.“ Nun soll zudem die Wiener Polizei ermitteln – wegen der Rangelei und weil Sido hinter der Bühne gekifft haben soll. Auch die ORF-Sendung von Heinzl soll zum Jahresende eingestellt werden, wie am Montag bekannt wurde.
Heinzl gab das Vorbild für Sacha Baron Cohens Film „Brüno“: einen schwulen Wiener Klatschreporter, der seine Frechheit mit Geschmeidigkeit tarnt, suggestiv und hinterhältig fragt und sich, wenn wieder mal jemand wütend auf ihn geworden ist, rasch aus der Affäre zieht.
Sido wurde als Juror der „Großen Chance“ in Wien populär; hinterhältige Anspielungen waren seine Sache nicht. Wo sonst alle nur höflich sind, war Sido respektvoll. Damit ist es nun mit einem Schlag vorbei.

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