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Einsatz in Afghanistan Prinz Harry tötete auch Taliban

Nach fünf Monaten kehrt Prinz Harry aus seinem Einsatz in Afghanistan zurück. Der britische Thronfolger war nicht zum ersten Mal dort. Nun spricht er offen über das Töten in Zeiten des Krieges.

21.01.2013 22:21
Prinz Harry im Camp in der Provinz Helmand (Archivfoto 2008). Foto: dpa

Nach fünf Monaten kehrt Prinz Harry aus seinem Einsatz in Afghanistan zurück. Der britische Thronfolger war nicht zum ersten Mal dort. Nun spricht er offen über das Töten in Zeiten des Krieges.

Der britische Prinz Harry hat nach eigener Darstellung während seines jüngsten Militäreinsatzes in Afghanistan auch Taliban-Kämpfer getötet. „Ein Leben zu nehmen, um eines zu retten, darum drehte es sich bei uns“, sagte er der britischen Nachrichtenagentur Press Association (PA). Auf die Frage, ob er als Bordschütze eines Kampfhubschraubers auch Kämpfer getötet habe, sagte er: „Ja, so wie viele andere auch.“ Wer versucht habe, ihren Kameraden etwas anzutun, sei „ausgeschaltet worden“.

Das britische Verteidigungsministerium gab am Montagabend bekannt, dass Harry seinen Einsatz in Afghanistan beendet habe. Der Prinz hatte während seines Einsatzes in der unruhigen südlichen Provinz Helmand mehrere Male mit Journalisten gesprochen; seine Äußerungen durften aber erst nach dem Ende seines Einsatzes veröffentlicht werden.

Im Camp Bastion, wo Harry als Hubschrauberpilot stationiert war, lebte er nach eigenen Angaben „so normal wie möglich“. Er sei auch „einer von den Jungs“ gewesen und genauso behandelt worden. Es habe ihn aber gestört, von anderen Soldaten angestarrt worden zu sein, die er noch nie gesehen habe. Harry war bereits im Winter 2007/2008 zehn Wochen als Fliegerleitoffizier am Hindukusch aktiv. Der Einsatz war aber aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden, nachdem sein Aufenthaltsort bekannt geworden war.

Über seinen älteren Bruder William, der mit seiner Frau Catherine ein Kind erwartet, sagte Harry, dieser wäre ebenfalls gern nach Afghanistan gegangen. „Und um ehrlich zu sein, ich sehe auch nicht, weshalb er nicht konnte.“ Niemand wisse schließlich, wer im Cockpit sitze. Großbritannien hatte entschieden, dass es zu gefährlich sei, William nach Afghanistan zu entsenden. Er ist nach seinem Vater Charles der zweite britische Thronfolger. (afp)

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