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Leibniz-Keks Diebstahl Jobangebot für das Krümelmonster

Jetzt sucht nicht mehr nur die Polizei nach dem Krümelmonster, sondern auch eine Wiesbadener Werbeagentur. Die wollen den Keks-Dieb aber nicht verhaften, sondern als PR-Mitarbeiter engagieren.

08.02.2013 14:49
Das Foto zeigt das "Krümelmonster" kurz vor der Keks-Entführung, die für mächtig Wirbel gesorgt hat. Im Hintergrund oben links sieht man: Als die kostümierte Gestalt beherzt durchs Schneetreiben tollt, ist der Keks noch an seinem Platz. Foto: dpa

Ganz Deutschland sucht nach dem Krümelmonster, das den goldenen Bahlsen-Keks geklaut und damit ordentlich Wirbel gemacht hatte. Unter ihnen: Die findige Wiesbadener Werbeagentur Flächenbrand, die dem Keksdieb einen Job anbieten will. "Du hast aus einem Keks eine Geschichte gemacht", schreibt die Agentur auf ihrer Seite. "Wir lieben gute Geschichten - deshalb wollen wir dich haben und zwar ab sofort."

Außerdem macht die Agentur mit einer großen Stellenanzeige in verschiedenen Medien für ihre Aktion Wind. WuV zitiert Geschäftsführer Felix Seiffert: "Wir sind so begeistert von der Krümelmonstergeschichte, dass wir dem Dieb des Bahlsen-Kekses einen Job als PR-Berater anbieten möchten. Das Angebot ist völlig ernst gemeint. Sollte er sich melden, stellen wir ihn ein." Damit bringt sich die Agentur zwar vor allem selbst ins Gespräch, witzig ist die ganze Angelegenheit aber dennoch.

Neuer Brief erinnert "Werni" an Kekse

Unterdessen findet die Polizei die ganze Angelegenheit wahrscheinlich weniger zum Lachen: Der goldene Leibniz-Keks ist zwar wieder da, doch vom diebischen Krümelmonster fehlt immer noch jede Spur. Dabei schickt der "Entführer" selbst weiter fleißig Briefe und Fotos - und erinnert den Bahlsen-Chef an seine Pflichten. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ erhielt nun einen neuen Brief von den mutmaßlichen Dieben des Bahlsen-Wahrzeichens, wie das Blatt am Donnerstag online berichtete. Das Krümelmonster will - wen wundert's - Kekse!

In dem Schreiben heißt es: „Der Keks ist wieder zurück und der Werni freut sich ganz dolle. Aber denke dran: Nicht die ohne Schokolade!“ Dem Schreiben lag ein Foto bei. Es wurde offenbar unmittelbar vor dem Diebstahl am Hauptsitz des Unternehmens aufgenommen und zeigt eine Gestalt im Krümelmonsterkostüm fröhlich im Schneetreiben vor dem Bahlsen-Gebäude herumspringen. Der Keks hing da noch an seinem Platz.

Der Brief liegt inzwischen der Polizei vor. „Wir überprüfen ihn“, sagte eine Polizeisprecherin - er wird jetzt nach Fasern und DNA-Spuren untersucht. Auch der goldene Keks wird zur Spurensicherung derzeit noch von Mitarbeitern des Landeskriminalamtes in Niedersachen genau unter die Lupe genommen. Dass es sich tatsächlich um den verschwundenen Bahlsen-Keks, daran haben die Ermittler aber "kaum Zweifel", ließ die Polizei in Hannover am Donnerstag verlauten. Konkrete Hinweise auf den oder die Täter hat die Polizei weiterhin keine und hofft deshalb, dass sich noch Zeugen melden, die irgendwas beobachtet haben könnten.

Bahlsen will Spendenversprechen halten

Der goldene Keks der Firma Bahlsen war am Dienstag nach tagelanger schlagzeilenträchtiger Suche am Hals des Sachsenrosses vor der Leibniz Universität in Hannover aufgetaucht. Firmenchef Werner M. Bahlsen, der von dem Briefschreiber als „Werni“ bezeichnet wird, hatte erleichtert reagiert. Das Unternehmen hatte eine Spende von 52.000 Kekspackungen an 52 soziale Einrichtungen angekündigt, wenn das 20 Kilogramm schwere Wahrzeichen zurückgegeben wird.

Gegenüber der Onlineausgabe der Bild-Zeitung hat das Unternehmen dieses Vorhaben noch einmal bestätigt: „Versprochen ist versprochen“, zitiert das Blatt eine Bahlsen-Sprecherin. „Wenn der Keks wirklich echt ist, dann spenden wir natürlich.“ Nach dem neuen Brief legt das „Krümelmonster“ wohl großen Wert auf Kekse mit Schokoladenüberzug. (dpa)

Hinweis: Artikel wurde am 08.02. aktualisiert

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