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Krawall in Berlin 750 Neonazis in Lichtenberg

NPD-Anhänger haben in Berlin für ein "Nationales Jugendzentrum" demonstriert. Aber sie waren nicht die einzigen auf der Straße.

06.12.2008 20:12
Die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Lichtenberg, Christina Emrich, wird von Polizisten von der Straße gezogen. Foto: dpa

Berlin. Bei einem Marsch von rund 750 Neonazis durch den Berliner Bezirk Lichtenberg ist es am Samstag zu Auseinandersetzungen gekommen. Die NPD-Anhänger demonstrierten für ein "Nationales Jugendzentrum".

Gegendemonstranten erzwangen im Verlauf der Route Stopps und eine Umleitung des rechtsgerichteten Zuges. Nach Polizeiangaben wurden 50 bis 70 Personen festgenommen. Ein Polizist wurde leicht verletzt. Bereits im Vorfeld waren gegen mehrere Nazi-Gegner Platzverweise ausgesprochen worden, wie die Polizei mitteilte.

Ein Großteil der Festgenommenen sollte nach Beendigung der Demonstrationen wieder freigelassen werden. Insgesamt waren 1600 Polizeikräfte im Einsatz. Unbestätigten Informationen zufolge sollen mehrere Gegendemonstranten verletzt worden sein. Gegendemonstranten verhinderten mit einer Sitzblockade den Marsch der Rechtsextremen durch die Weitlingstraße. Diese protestierten anschließend auf einer anderen Straße mit einer sogenannten "Zwischenkundgebung".

Nach Polizeiangaben löste sich der rechtsgerichtete Zug um 17.05 Uhr auf, die Gegendemonstration um 17.40 Uhr. An der Blockade hatten sich neben Lichtenberger Bürgern mehrere Initiativen und Politiker beteiligt, darunter Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich (Linke). Polizisten trugen die Bürgermeisterin mindestens zweimal von der blockierten Straße, wie auf dem parallel stattfindenen Landesparteitag der Linkspartei bekannt gegeben wurde. (ddp)

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