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Was soll das? Privatvorsorge Freizeitpark

Tolle Fahrgeschäfte für die Chinesen, dicke Gewinne für Fußballstar Lionel Messi.

Lionel Messi
Alle lieben Messi. Foto: epa

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo sind seit einem Jahrzehnt mit Abstand die besten Fußballspieler der Welt. In hübscher Abwechslung teilen sie sich den Titel des Weltfußballers und duellieren sich Jahr für Jahr um die Torjägerkanone in der spanischen Liga und in der Champions League. Und sind ganz nebenbei noch die bestverdienenden Sportler des Planeten.

Während Ronaldo, der Superstar von Real Madrid, laut dem Magazin „Forbes“ 88 Millionen Dollar mit Gehalt, Prämien, Werbeeinnahmen und sonstigen Auftritten einstreicht, kommt Messi, der Superstar von Barcelona, auf „nur“ 81,4 Millionen Dollar. Jetzt hat der Argentinier offenbar einen Weg gefunden, wie er sein ohnehin schon enormes Vermögen weiter steigern kann: Mit dem Bau eines Vergnügungsparks. Nicht irgendwo in der Heimat, sondern im chinesischen Nankin. Der „Messi Experience Park“ soll ab 2019 auf über 80 000 Quadratmetern 20 Attraktionen bieten.

Nun ist es für Fußballer nichts Ungewöhnliches, ihre Millionen neben der Anschaffung von schicken Sportwagen und großen Häusern gewinnbringend anzulegen. Der wohl beste Basketballspieler aller Zeiten, Michael Jordan, macht mit seiner gleichnamigen Schuhmarke Jordans rund 60 Millionen Dollar im Jahr und verdient damit mehr Geld als zu seiner aktiven Zeit in der nordamerikanischen Basketballliga NBA. Das Modelabel vom einstigen englischen Kicker David Beckham ist 400 Millionen Dollar wert. Eine ziemlich sinnvolle Investition hat der ehemalige französische Nationalspieler Mathieu Flamini getätigt. Er hat in ein Unternehmen investiert, das als Pionier in der Biochemie gilt, und nun einen Wert von rund zehn Milliarden Euro hat.

Doch ein Freizeitpark? „Ich hoffe Kinder inspirieren zu können, früh mit dem Fußball anzufangen“, sagte Messi, der sich gerade auf einer China-Tour befindet und so nebenbei auch noch ein paar Sponsoren glücklich macht. Der chinesische Markt ist mit 1,3 Milliarden Menschen riesig. Nankin hat mit acht Millionen Einwohnern zumindest genügend potenziell Interessierte, um im Messi Park ganz viel virtual und augmented reality zu erleben. Heißt übersetzt: Es wird ziemlich viel technischen Schnickschnack geben.

Wie viel der Eintritt kosten soll, damit auch ganz viele Kinder etwas davon haben, ist nicht überliefert. Lionel Messi wird sich aber wohl eine goldene Nase verdienen. Und wenn es gut läuft, nehmen sich das vielleicht andere Kicker zum Vorbild und bauen in allen Ecken dieser Welt irgendwelche Freizeitparks als private Altersvorsorge. Ganz wichtig nur für Messi: Er darf nicht wieder das Finanzamt austricksen.

Erst vor wenigen Tagen hat ein spanisches Gericht die Haftstrafe von 21 Monaten für Lionel Messi wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 4,16 Millionen Euro bestätigt. Er muss sie nicht absitzen, weil sie weniger als zwei Jahre beträgt. Getoppt wird das wie schon in der Forbes-Liste nur von CR7. Er soll zwischen 2011 und 2015 rund 15 Millionen Euro am Fiskus vorbei geschleust haben. Die Ermittlungen laufen.

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