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Was soll das? Parasiten-Kaffee

2017 trinkt man Einhorn-Latte, Chagaccino, und Kaktuswasser.

Kaktus
Der Kaktussaft, der aus der Kaktusfeige gewonnen wird, ist in den USA schon länger trendy. Foto: afp

Cappuccino aus Pilzen. Klingt erstmal verdammt eklig. Soll aber in Los Angeles schon sehr angesagt sein. Chagaccino ist der neue Trend. Der Chaga, auch bekannt unter dem Namen Schiefer Schillerporling, ist ein häufig an Birken wachsender Holzparasit. Er soll stark, bitter und nach einer Mischung aus Schokolade und Kaffee schmecken. Mit Milch verwandelt sich sein Pulver zum Chagaccino. In Asien und Russland wird Chaga seit Jahrhunderten als Heilmittel eingesetzt. Aufgrund seines hohen Vitamin B-Gehaltes gilt der Pilz als natürlicher Wachmacher und Stresskiller.

Wer es lieber bunt mag, der kann ja ein Unicorn-Latte schlürfen. Cashew-Nüsse, Vanille, Ingwer, Zitronensaft, Datteln und etwas Algenpulver werden gemixt und obendrauf kommen bunte Streusel. Im New Yorker Szene-Viertel Williamsburg in Brooklyn gibt es das warme, blaue Milchgetränk im Café „The End“. Und die Gäste sind verrückt nach dem Einhorn-Getränk. Das Fabeltier selbst taucht ja schon länger überall auf, sei es auf Torten, T-Shirts oder Taschen. Und das Gebräu soll dazu noch unglaublich gesund sein, wir gar als heilend bezeichnet und soll am besten vor einer Yoga-Stunde getrunken werden.

Wenn es ums Durstlöschen geht, ist 2017 das Wasser von Pflanzen sehr gefragt. Die Zeit des Kokosnusswassers-Hypes ist vorbei. Was zuerst in den Händen der Hollywoodstars zu sehen war, gab es irgendwann in jedem Supermarkt Deutschlands zu kaufen. Vielleicht ergeht es dem Kaktuswasser bald ähnlich. Der Saft, der aus der Kaktusfeige gewonnen wird, ist in den USA schon länger trendy. Stars wie Schauspielerin Gwyneth Paltrow schwören auf das Zeug. Und das nicht ohne Grund: Es enthält viel Vitamin C, Eisen und Magnesium.

Das Wasser aus der Birke ist ebenfalls voller Nährstoffe und wird immer beliebter. Die leicht süßlich schmeckende Flüssigkeit hat kaum Kalorien. Genauso wie das Ahornwasser, das auch noch die Haut zum Strahlen bringen soll. Man könnte auch einfach Leitungswasser trinken und Obst essen, das hätte wahrscheinlich den gleichen Effekt und wäre außerdem deutlich billiger – aber auch ein bisschen langweilig.

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